Fachtagungen-Archiv

Frühjahrstagung April 2016

Mit der Herbsttagung 2015 startete der DVP eine neue Veranstaltungsreihe, die sich intensiv mit den einzelnen Handlungsbereichen der Projektsteuerung unter Berücksichtigung aktueller Themen-
schwerpunkte befasst.

Nach dem Beginn mit dem Schwerpunkt „Organisation“ wird diese Reihe in 2016  fortgeführt.

DVP-Projektmanagement-Frühjahrstagung
am 29. April 2016 in Düsseldorf

Strategische Werkzeuge des Projektmanagements II
­– Schwerpunkt Qualitäten/Quantitäten –

 

Die Tagungsbroschüre ist über DVP-Verlag erhältlich:

Projektmanagement Frühjahrstagung 2016 Strategische Werkzeuge des Projektmanagements II, 29.04.2016, Düsseldorf

ISBN 978-3-937130-62-0, 39,00 € inkl. MwSt.; zzgl. Versandkosten

 

Tagungsprogramm

Begrüßung, Vorstellung von Programm und Teilnehmern
Einführung in das Thema

Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß, DVP-Vorstand,
PREUSS GmbH, München

Bedarfsplanung als Ausgangsbasis für eine
zielgerechte Planung zur Erreichung der Projektziele

MSc. Martin Otte,
Otte Projektmanagement GmbH, Berlin

Bedarfsplanung und Architektur –
Spannungsfeld zwischen Nutzer und Architekt?

Dipl.-Ing. Arch. Thomas Jansen,
RKW Rhode Kellermann Wawrowsky GmbH & Co. KG, Düsseldorf

Qualitätssicherung – Workflows der Planung und deren Kontrolle
Dipl.-Ing. Stefan Geissler,
CQS Integrales Projektmanagement, München

Bermudadreieck Bemusterung – Strategie, Verträge, Umsetzung
Dipl.-Ing. Remus Grolle-Hüging,
agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren

Ausblick auf Ergänzungen im Leistungsspektrum
des Projektmanagers durch BIM

Prof. Dr. Alexander Malkwitz,
Universität Duisburg-Essen, Essen

Ist die Objektüberwachung wirksam kontrollierbar?
Dipl.-Ing. Michael Neuhaus,
PREUSS GmbH, Düsseldorf

Smartes Mängelmanagement – Ist das Tablet unverzichtbares Werkzeug
für die erfolgreiche Projektrealisierung?

Dr.-Ing. Derek Eisert,
Sweco GmbH, Frankfurt a.M.

 

Den Tagungsflyer mit weiteren Informationen können Sie hier herunterladen.

 


DVP-Projektmanagement-Herbsttagung
Berlin, 11. November 2016

Hotel Palace Berlin
Budapester Straße 45
10787 Berlin

Telefon: +49 30 2502-0
E-Mail: hotel@palace.de
http://www.palace.de/de/home.html

Herbsttagung November 2015

Projektmanagement-Herbsttagung
am 20. November 2015 in Berlin

Strategische Werkzeuge des Projektmanagements I
­– Schwerpunkt Organisation –

 

Am 20.11.2015 fand im Steigenberger Hotel Berlin mit 225 Teilnehmern die Herbsttagung unter Moderation von Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß statt.

Dr. Peter Döinghaus, Codema International GmbH, Essen, analysierte die Schnittstellen zwischen Projektmanagement und Objektüberwachung. Im Ergebnis wird man diese Schnittstellen noch weiter präzisieren und auch andere Abwicklungsmodelle in Erwägung ziehen müssen, um im Sinne eines potentiellen Investors Projektziele erfolgreich erreichen zu können. Häufig übernimmt der Projektmanager Aufgaben der Objektüberwachung, ohne dafür eine angemessene Vergütung zu erhalten.

Dipl.-Ing. Jörg Hensel, CONVIS Baumanagement & Projektsteuerung GmbH, Berlin, analysierte das Inbetriebnahmemanagement als Teilleistungen verschiedener Projektbeteiligter. Es wurde deutlich, dass hier noch weitere Definitionsarbeit zu leisten ist, um einerseits die Inbetriebnahme erfolgreich zu erreichen und andererseits Leistungsüberschneidungen zwischen den Projektbeteiligten zu vermeiden.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Höcker/Dipl.-Ing. Henry Alsbach, ZERNA PROJEKTMANAGEMENT GmbH, Bochum, stellten komplexe Organisationsstrukturen und Leistungsabfolgen des Projektmanagements bei städte-
baulichen Projekten dar. Es wurde herausgearbeitet, dass in diesen Projektsituationen über den Leistungsblock des AHO-Heftes 9 hinausgehende Managementleistungen erforderlich sind, um die partiell sehr langen Projektlaufzeiten hinreichend abdecken zu können.

Zu den Bestrebungen der EU-Kommission im Zusammenhang mit der HOAI informierte Frau Rechts-
anwältin Sarah Blazek von Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB, Brüssel, und erläuterte die möglichen Entwicklungstendenzen. Der Ausgang des Verfahrens ist offen. Die HOAI wird grundsätzlich bis zu einem rechtskräftigen Urteil des EuGH fortbestehen. Für zukünftige Verträge muss dabei bedacht werden, dass die HOAI möglicherweise nicht während der gesamten Abwicklung des Vertrages wirksam bleibt.

Lenkungsausschüsse werden zukünftig in den Projektorganisationen eine wesentliche Rolle einnehmen. Prof. Dr. Klaus Eschenbruch, Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB,  Düsseldorf, beschrieb die Rahmenbedingungen, Mechanismen und Haftungskonsequenzen. Lenkungsausschüsse stellen demnach ein wichtiges Steuerungsinstrument bei komplexen Projekten dar und ermöglichen insbesondere, Erfahrung und Fachkompetenz von Projektexperten bei der Realisierung komplexer Projekte einzubeziehen.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Konrad Spang, Universität Kassel, analysierte die Anforderungen an das Berichtswesen und das Risikomanagement. Nach seinen Analysen findet das Risikomanagement bei einer Vielzahl von befragten Projektmanagern nicht in erforderlichem Umfang statt, sodass hier deutliche Verbesserung geboten wäre. In der Diskussion zeigte sich, dass es erforderlich sein wird, dass Bauherren die bestehenden Grundleistungen des Projektmanagers in konkreten Projekten als Leistung einfordern. Andererseits ist es erforderlich, das Risikomanagement als strukturierte Managementdisziplin detaillierter im Sinne einer Leistungsstruktur zu beschreiben. Letzteres ist im Rahmen der Überarbeitung des Heft Nr. 19 bei AHO geplant.

Herr Dipl.-Ing. Helmut Bramann, Geschäftsführer der planen-bauen 4.0 GmbH, Berlin, berichtete über den Status in der Einführung von BIM in Deutschland und die Prozessanforderungen an das Projektmanagement. Die Ausführungen machten deutlich, dass einerseits erhebliche Vorteile in der Abwicklung mittels BIM bestehen, andererseits allerdings die Möglichkeiten der Digitalisierung bisher kaum genutzt werden. Es sei des Weiteren festzustellen, dass wir in Deutschland im Verhältnis zum europäischen Ausland deutlich im Verzug sind. Des Weiteren seien noch eine ganze Reihe an Themen zu lösen. Der DVP hat auf diese Situation mit der Gründung eines Arbeitskreises Building Information Modeling reagiert, der im letzten Jahr bereits mehrfach getagt hat.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag von Univ. -Prof. Dipl. -Ing. Hans Lechner, Hans Lechner ZT GmbH, Wien, der eine Vielzahl an einzelnen Prozessen aufzeigte, für die der Projektmanager im Sinne eines Prozessengineering Klarheit über die Aufgaben und die Informationsschnittstellen der Beteiligten aufzeigte.

Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß

 

Die Tagungsbroschüre ist über DVP-Verlag erhältlich:

Projektmanagement Herbsttagung 2015 Strategische Werkzeuge des Projektmanagements I, 20.11.2015, Berlin

ISBN 978-3-937130-60-6, 39,00 € inkl. MwSt.; zzgl. Versandkosten

 

Im Rahmen der Tagung erfolgte die Vorstellung der Preisträger des DVP-Förderpreises 2015 mit kurzer Präsentation der prämierten Arbeiten sowie die Preisübergabe an den Gewinner der „the better way“-Initiative der ICPMA in der Rubrik „Innovation im Projekt“.
 

 

Frühjahrstagung Mai 2014

Projektmanagement-Frühjahrstagung
am 09.05.2014 in Berlin 

Neues Leistungsbild Projektmanagement mit verschiedenen Anwendungskonstellationen

 

MEDIENPARTNER

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1984 hat sich der DVP als Berufsverband mehr und mehr zu einem modernen Dienstleister und Informationszentrum für seine Mitglieder und fachlich Interessierte entwickelt. Ca. 230 Teilnehmer der Frühjahrstagung belegen dies eindeutig.

Die Frühjahrstagung 2014 befasste sich umfassend mit dem neuen AHO-Leistungsbild Projekt-
management in Vorausschau auf die vollständig überarbeitete 4. Auflage des AHO-Heftes 9, das Mitte Juni 2014 erscheinen wird.

Die hoch qualifizierten und erfahrenen Referenten präsentierten das neue Leistungsbild in verschiedenen Anwendungskonstellationen.

Die Vortragsreihe startete mit dem Referat des Leiters der AHO-Fachkommission Projekt-
steuerung/Projektmanagement Dr.-Ing. Norbert Preuß, der die wesentlichen Änderungen im Leistungsbild Projektmanagement ausführlich darstellte. In der Broschüre zur Tagung sind die Änderungen im Leistungsbild detailliert dargestellt.

Die Vorträge zum Thema "Building Information Modeling" (BIM) stellten ein Sonderthema dar.
Dr. Thomas Liebich von der AEC3 Deutschland GmbH, München referierte zum Thema "BIM-Leitfaden für Deutschland – Status und weitere Entwicklungstendenzen"; es folgte der Vortrag von EUR-Ing. Anton Gasteiger, Kufstein zu "Einsatzkonstellationen von BIM – konkretes Leistungsbild der Projektsteuerung".

Dipl.-Ing. Architekt Remus Grolle-Hüging, agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren berichtete über das Thema "Prozesssteuerung in der Planung durch den Projektmanager – Differenzierte Aufgabenbeschreibung und Abgrenzung von den Planungsbeteiligten" und legte die einzelnen Projektmanagementaufgaben vor, während und nach der Planung bis zur Abnahme der Planungsleistungen an Beispielen sehr anschaulich dar.

Das bedeutungsvolle Thema "Stakeholdermanagement durch Projektsteuerung – vom Konzept zur konkreten Umsetzung" stellte Dr. Wolfram von Schneyder, VS Consulting Team GmbH, Tübingen, den Teilnehmern vor. Anhand eines 10-Punkte-Katalogs erläuterte er, was Stakeholdermanagement leisten kann und was nicht.

Dipl.-Ing. M.Eng. Int. PM Markus Weigold, Partner und Geschäftsführer bei Drees & Sommer Berlin, berichtete anhand von Beispielen wie durch Überprüfung der Planung auf Wirtschaftlichkeit, Vergabefähigkeit, Nachhaltigkeit etc. Optimierungen im Hinblick auf die Projektziele vorgenommen werden können. Prinzipien des Value Engineering, die Abgrenzung vom AHO-Leistungsbild sowie die Denk- und Arbeitsschritte wurden im Einzelnen dargelegt.

Das Hauptthema der Tagung wurde mit dem Vortrag zu den "Besonderheiten im Leistungsbild Projektmanagement für Infrastrukturvorhaben", ergänzt. Die Referenten, Dipl.-Ing. Heiko Borchardt, Geschäftsführer bei der Vössing GmbH, München und Dipl.-Ing. André Fiedler, Schüssler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf, haben im diesbezüglichen DVP-Arbeitskreis mitgearbeitet und stellten die Besonderheiten der Projektmanagementtätigkeit bei Infrastrukturprojekten heraus, die von der PM-Tätigkeit bei Hochbauten abweichen oder zumindest mit anderer Gewichtung auf das AHO-Leistungsbild Bezug nehmen. Dieser Vortrag stand im Kontext mit der gleichzeitigen Veröffentlichung des Arbeitskreisergebnisses in der DVP-Broschüre "Projektmanagement bei Infrastrukturvorhaben".

Abschließend bot eine Podiumsdiskussion mit den Referenten unter der Leitung des DVP-Vorstandsmitgliedes Prof. Dr. Klaus Eschenbruch den Tagungsteilnehmern die Möglichkeit, zu den Vortragsthemen oder auch übergeordnet Fragen an die Runde auf dem Podium zu richten.

Die Tagungsbroschüre ist über DVP-Verlag erhältlich:

Projektmanagement Frühjahrstagung "Neues Leistungsbild Projektmanagement mit verschiedenen Anwendungskonstellationen", 09.05.2014, Berlin

ISBN 978-3-937130-54-5, 39,-€ inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

 

 

Frühjahrstagung April 2015

Rückblick

Projektmanagement-Frühjahrstagung
am 17. April 2015 in München

„Zukunftstrend im Bauprojektmanagement“

 

 

Der DVP formulierte mit 200 Teilnehmern aus allen Bereichen der Immobilienbranche die Zukunftstrends im Projektmanagement. Aus dem weiten Spektrum von auszumachenden Trends waren die Themenstellungen von Referenten hochkarätig besetzt.

Was erwartet die Projektmanager in den nächsten Jahren? Wird das Geschäft durch die prognostizierten Bauvolumina sowie Anforderungen von Investoren und Nutzern weiter wachsen und dauerhaft profitabel sein? Gibt es neue Trends in erwarteten Dienstleistungen oder neuen Anforderungen?

Herr Andreas Schulten (Vorstand der bulwiengesa AG), analysierte die Marktperspektiven der deutschen Immobilienmärkte. Der Standort Deutschland wird weiterhin als sicherer Hafen für Immobilienanlagen gesehen. Diese Meinung hat sich bei vielen Investoren unter Einbezug der geopolitischen Risiken bzw. Verwerfungen im letzten Jahr sogar noch verstärkt, sodass in Deutschland 2014 das höchste Investitionsvolumen seit 2007 registriert werden konnte. Auf dem Gewerbeimmobilien-
investmentmarkt wurden bundesweit im Jahr 2014 ca. 40,5 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm hierbei das investierte Kapital um ca. ein Drittel zu. Vor allem Portfoliotransaktionen wurden im letzten Jahr häufiger getätigt als noch in den Vorjahren. Der Anteil am gesamten Investitionsvolumen am Gewerbeimmobilienmarkt betrug 31 % und lag bei fast 12,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von deutlich über 50 %. Die Nachfrage nach Büroflächen dürfte sich 2015 auf ähnlichem Niveau wie auch 2013/2014 bewegen. Trotz einer weiterhin positiven Bürobeschäftigten-
entwicklung von ca. 0,65 % in der Projektion für das Bundesgebiet herrscht noch immer Verunsicherung bei den Unternehmen, langfristige Entscheidungen in Bezug auf Standortveränderungen oder Vorver-
mietungen einzugehen. Zusätzlich ist derzeit an vielen deutschen Büromärkten ein nur eingeschränktes modernes Angebot vorhanden, sodass neue Anmietungen derzeit kaum eine qualitative Verbesserung ermöglichen. Die Neubauflächenproduktion wird 2015 wieder leicht ansteigen, allerdings liegen die dringend benötigten Vorvermietungszahlen noch weit hinter den langjährigen Durchschnittswerten zurück, sodass mittelfristig ein Bauvolumen auf Vorkrisenniveau zu erwarten ist. Entsprechend ist 2015 von einem weiteren Leerstandsabbau auszugehen, der an manchen Standorten noch durch größere Flächenabgänge verstärkt wird.

Ein Ausblick in die Arbeitswelt der Zukunft lasse bereits heute einen veränderten Flächenbedarf von Unternehmen  erkennen. Der Einzug des “Internets der Dinge“ in den Produktionszyklus leitet die vierte industrielle Revolution ein. Produkte werden künftig über interaktive Netzwerke mit allen beteiligten Systemen und Akteuren eines Produktionsprozesses über den Lebenszyklus hinweg verbunden sein. Die Gebäudehülle für diese sogenannte Industrie 4.0 muss daher immer flexibler und multifunktionaler ausgelegt sein. Deshalb bieten Unternehmensimmobilien einen Raum für anstehende Heraus-
forderungen in der deutschen Industrie. Diese seien in der deutschen Immobilienwirtschaft ein noch recht junger Begriff. mittlerweile steht dahinter aber eine aufstrebende Assetklasse mit wachsendem Potential.
Unternehmensimmobilien verfügen über ein flexibles Arbeitsumfeld mit einem vielfältigen Angebot an Nutzungen, die in unterschiedlichem Umfang, Angeboten und je nach Bedarf und Zeitraum modulartig zusammengestellt werden können. Auf diese Weise würden Nutzer immer genau die Flächen erhalten, die sie für einen effektiven Arbeitsprozess benötigen.

Herr Dr. Jan Linsin (Head of Research of CBRE) prognostizierte die Entwicklung der Immobilien-
märkte im globalen Kontext
und leitete eine Prognose auf den deutschen Markt ab.
In 2014 wurden über 223 Milliarden Euro in Europa in den  gewerblichen Immobilienmarkt investiert. Davon kamen 62 Milliarden Euro (28 % des gesamten europäischen Marktes) von außerhalb der europäischen Region, 41,8 Milliarden Euro aus Nordamerika, 7,8 Milliarden Euro aus Mittelostamerika und 10,3 Milliarden Euro aus Asien. Dies zeige eindrucksvoll auf, dass dies erhebliche Impulse auf den deutschen Markt und damit auch das Geschäftsfeld der Projektmanager nach sich ziehen wird. Herr Dr. Linsin prognostizierte des Weiteren positive Impulse in Deutschland im Büroflächenmarkt.

Herr Dr.-Ing. Norbert Preuß, Geschäftsführender Vorstand des DVP, fasste in einer Kurzdiskussion mit Herrn Dr. Linsin und Herrn Schulten zusammen: die Zukunft des Projektmanagements von der Markseite kann als positiv beurteilt werden. Nach Aussage von Herrn Schulten sind die letzten fünf Jahre gut gewesen, wie sie in absehbarer Zeit nicht mehr sein werden.

Es besteht weiterhin sehr großer Bedarf an guten Projektentwicklungen. Die Projektmanager sollten ihr Dienstleistungsangebot für Investoren in diesem Bereich schärfen. Die Unternehmensimmobilie ist eine aufsteigende Assetklasse. Hier sind auch Dienstleistungen gefragt, die insbesondere Impulse im Hinblick auf Flexibilität und Multifunktionalität von Immobilien betonen. Der Büromarkt ist im Aufwärtstrend, insbesondere in Großstädten, auch in Richtung eines weiter zu beobachtenden Urbanisierungstrendes. Auch 2015 werden die Transaktionen zunehmen, auch aus dem Ausland.

Nach dem Scheitern der hinreichend bekannten Großprojekte in Deutschland hat die Bundesregierung eine Reformkommission “Bau von Großprojekten“ eingesetzt, die Rahmenbedingungen für die Projektorganisation und Abwicklung von Projekten formulieren soll. Diese Reformkommission tagte am 29.06.2015 zum letzten Mal in dieser Form.

Herr Dr. Jürgen Koggelmann vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, stellte die voraussichtlichen Ergebnisse der Reformkommission dar. Die Aufgabe der Reformkommission ist es, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um Kostenwahrheit, Kostentransparenz und Termintreue bei Großprojekte zu verbessern und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die öffentliche Hand als Bauherr zu stärken. Die Kommission sei mit rund 35 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentliche Hand und Verbänden besetzt und hat den gesamten Bauprozess auf dem Prüfstand gestellt, von der ersten Projektidee bis zur Inbetriebnahme und Nutzung. Ein wesentlicher Aspekt  der Kommission beinhaltete den Umgang mit Risiken. In Zukunft wird das Risikomanagement prüfbar und mit angemessenen  Detailierungsgrad erfolgen. Des Weiteren ist dieses kontinuierlich über die gesamte Projektlaufzeit zu aktualisieren und fortzuschreiben. Des Weiteren müssen Risiken, die hinsichtlich Ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Kostenhöhe Schadensfall sachverständig und plausibel beschrieben und eingeschätzt worden sind, bereits bei öffentlichen Projekten bei der Haushaltsanmeldung benannt werden. Damit könne eine entsprechende Vorsorge im Haushalt getroffen werden. 

Des Weiteren solle über die Projektdurchführung erst nach Abschluss der Entwurfsplanung endgültig entschieden werden. Im Rahmen der Gesamtprojektorganisation von Großprojekten sollte der Projekt-
finanzierer einen dauerhaften Projektlenkungsausschuss einrichten, der alle wichtigen Entscheidungen von der Vorbereitung, Umsetzung und dem Betrieb des Projektes trifft. Der Bericht der Reform-
kommission beinhaltet Hinweise zu nahezu allen Fragen der Projektabwicklung und dürfte die Abwicklung der Projekte in Zukunft nachhaltig beeinflussen. Herr Dr. Rainer Schofer und Herr Werner Schneider stellten als Mitglieder der Reformkommission die Auswirkungen auf das Geschäftsfeld Projekt-
management dar. Der Bericht enthält eine ganz Reihe an konkreten Hinweisen zu den Schnittstellen zwischen Bauherrenorganisation und Projektsteuerer und lässt erwarten, dass sich die Abwicklung bei öffentlichen Projekten im Teilbereich verändern werden.

Ein wesentlicher Zukunftstrend der Branche liegt im Building Information Modeling. Die Diskussion über BIM hat großes Ausmaß angenommen, wie vor einigen Jahren, die über nachhaltiges Bauen. Herr Univ.-Prof. Architekt Dipl.-Ing. Christoph M. Achammer (TU Wien/ATP architekten ingenieure), erläuterte die Prozessgestaltung des BIM-Einsatzes zwischen Bauherrnplaner und ausführenden Firmen. Die Einführung des BIM ist ein nicht mehr aufzuhaltender Prozess, der auch Produktionsverlust in allen Bereichen des Planes und Bauens verringern wird. Es benötigt allerdings spezifizierte Regeln zwischen den Planungsbeteiligten als Vorbereitung und in den konkreten Prozessen der Planungsdurchführung.

Lean Construction als eine neue Form des Bauens wurde von Herrn Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Shervin Haghsheno (Karlsruher Institut für Technologie) und Frau Dr.-Ing. Carina Schlabach (Ed. Züblin AG) vorgestellt. Lean Construction soll eine Angleichung der baubetrieblichen Abläufe
an die industrielle Produktion erreichen und damit Kollisionen und Koordinationsfehler vermeiden.
Wesentliche Ursache für häufig erläuterte Probleme liegen nach Auffassung von Haghsheno in der überwiegend strikten Trennung von Planung und Ausführung, in Vergabemodellen, die systembedingt Anreize für konfliktorientierte Projektabwicklungen setzen und insbesondere darin, dass häufig keine gründliche Planung der Produktionsprozesse sowohl in der Planungs- als auch in der Ausführungsphase erfolgt. Diese strukturellen Probleme zeigten einen erheblichen Veränderungsbedarf und die Notwendigkeit, bisherige Abläufe und Verhaltensweisen in Frage zu stellen. Hierbei bieten die Werkzeuge des Lean Construction in der Praxis eine hilfreiche Unterstützung. Die Branche der Projektmanager solle diese Grundprinzipen und Werkzeuge in das Projektmanagement zum Vorteil von Investoren und allen Beteiligten implementieren.

Frau Dr. Schlabach stellte den Zusammenhang das Last Planner System (LPS) als Steuerungs-
instrument vor. Das System ist besonders nützlich bei komplexen, großen oder unter Zeitdruck stehenden Projekten in Planung und Ausführung und erhöht die Koordination und Effizienz der Beteiligten. Es handelt sich dabei um ein Systemwechsel in der Art der Kommunikation, Planung und Terminvereinbarung, der einer bestimmten Kultur bedarf. Für den ultimativ erfolgreichen Einsatz
des LPS und letztlich zur erfolgreichen Abwicklung des Projektes sei eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten von ausführenden Unternehmen, Architekten, Fachplanern und Bauherren notwendig. Die Umsetzung der Methodik wurde anhand von Taktsteuerungstafeln und systematischem Tool  aufgezeigt.

Herr Dr.-Ing. Markus Zobel von Drees & Sommer sollte aktuelle Forschungsergebnisse zur Zukunftsentwicklung des Projektmanagements auf Basis gesamtwirtschaftlicher Rahmen-
bedingungen vor. Das Forschungsergebnis der RWTH Aachen lieferte methodische Erkenntnisse zur Zukunftsentwicklung des Bauprojektmanagements. Die dargestellten Erkenntnisse können sowohl Projektsteuerungsdienstleistern und Bauherren in mehrfacher Hinsicht helfen. Potentielle zukünftige Leistungen im Bauprojektmanagement seien der Ausbau des Vertragsmanagements und verstärkter Kompetenz in der Begutachtung vom Bauablaufstörungen, ein verbessertes Risikomanagement, verbesserte Eignungsprüfungen von Projektbeteiligten, erhöhte Kompetenz in Beziehungsmanagement sowie vertiefte Kenntnisse in partnerschaftlicher Abwicklungsformen. Des Weiteren betreffe dies Koordinationsleistungen für Softwareplattformen und die Schaffung einer professionelle Managementbasis für den Einsatz von BIM. Ein wesentliches Ergebnis der Forschungsarbeit war die Bestätigung des Leistungsbildes für Projektmanagementleistungen gemäß AHO, Heft 9. Sowohl in einer Expertenumfrage als auch einer anschließenden Breitenumfrage, hat sich dieses Leistungsbild in der Beurteilung der Bauherren als beste verfügbare Grundlage in Deutschland bestätigt.
Diese Aussage basierte auf der differenzierten Auswertung von 20 Schlüsselfaktoren im Zusammenhang für die Entwicklung des Bauprojetmanagements.

Herr Prof. Eschenbruch  (Kapellmann und Partner) erläuterte die Fülle von Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die sowohl das Vergaberecht, das Bauvertragsrecht und das Bauträgerrecht betreffen.

Dr. Preuß fasste die Zukunftstrends im Bauprojektmanagement zusammen. Demnach gibt es keinen Grund für Pessimismus in der weiteren Entwicklung der Immobilienmärkte, die Grundlage der Tätigkeit für Projektmanager sind. Die Ergebnisse der Reformkommission, beinhalten neben altbekannten grundsätzlichen Regeln in der Abwicklung von Großprojekten auch in neue Impulse, insbesondere für die Abwicklung von Projekten der öffentlichen Hand, die ergänzende bzw. modifizierte Leistungen von Projektmanagern erforderlich machen werden. Dies betrifft insbesondere auch ergänzende Aufgaben in den Projektleitungsaufgaben für den Bauherrn. Die Thematik Building Information Modeling findet aktuell in allen Bereichen des Planens und Bauens Einzug. Hier ist gefordert, dass sich insbesondere die Projektmanager für den Einsatz dieser neuen Werkzeuge vorbereiten und die Grundlagen schaffen, dass diese Technologie möglichst schnell zum Nutzen von Investoren und und Planungsbeteiligten in die Branche Eingang findet. Die Methodik des Lean Constructions benötigt noch weitergehende Diskussionen zwischen Projektsteuerern, Planern und den bauherrnseitig Beteiligten, um die nutzenstiftenden Elemente der Methodik in den Leistungsbildern der Beteiligten zu konkretisieren. Der Bedarf an qualifizierten Projektmanagementleistungen sei nach wie vor außerordentlich hoch, wobei die Branche sich zukünftig noch mehr in der Wirksamkeit ihrer Leistung am Erfolg messen lassen muss.

Dr.-Ing. Norbert Preuß
Geschäftsführender Vorstand des DVP
 

Die Tagungsbroschüre ist über DVP-Verlag erhältlich:

Projektmanagement Frühjahrstagung 2015 Zukunftstrends im Bauprojektmanagement, 17.04.2015, München

ISBN 978-3-937130-58-3, 39,00 € inkl. MwSt.; zzgl. Versandkosten

Herbsttagung November 2014

Projektmanagement-Herbsttagung
am 28. November 2014 in
Düsseldorf

 

Die Teilnehmerzahl an den DVP-Tagungen bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Über 180 Teilnehmer nahmen an der DVP-Herbsttagung 2014 teil.

Die letzten DVP-Tagungen orientierten sich eng an der Frage, welche Ursachen gescheiterte Projekte haben und mit welchen Maßnahmen frühzeitig dagegen gesteuert werden kann. Diese Erkenntnisse sind in die Fortschreibung des AHO-Heftes 9 eingeflossen und wurden in der Frühjahrstagung 2014 vorgestellt und diskutiert. Die Referenten der Herbsttagung befassten sich nun mit dem Thema:

Organisation und Auswahl von Projektbeteiligten als Schlüsselfaktor des Projekterfolges
- Mindeststandards und Entwicklungstendenzen -

Eine wesentliche Erkenntnis liegt in der allseits bekannten Tatsache, dass der Projekterfolg neben dem richtigen, individuell strukturierten Leistungsansatz von der Fähigkeit des Projektleiters und dessen Team nachhaltig bestimmt wird. Die sich daraus ergebenden Fragestellungen wurden in den einzelnen Vorträgen vorgestellt.

Nach der Begrüßung durch Dr.-Ing. Norbert Preuß, Geschäftsführender Vorstand des DVP, analysierte DVP-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Klaus Eschenbruch, Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB, Düsseldorf, in seinem Vortrag die Auswahl geeigneter Projektbeteiligter als Entscheidungsdilemma des Investors. Welche Rahmenbedingungen und Zielkonflikte gibt es in diesem Zusammenhang? Es wurden die unterschiedlichen Sichtweisen der Marktteilnehmer analysiert und Auswahlkriterien herausgearbeitet sowie Lösungsansätze aufgezeigt, wie sich ein Investor strategisch in diesem Auswahlprozess verhalten sollte.

Im Anschluss erläuterte Dr. Jan Jasper, GVP Rechtsberatung, Bremen, die Beschaffung von Architekten- und Ingenieurleistungen nach den Vorgaben der VOF. Er legte die Besonderheiten in den Strukturabläufen der VOF dar und thematisierte zahlreiche Beispiele aus der aktuellen Rechtsprechung. In diesem Zusammenhang stellte er eine Vielzahl von vergaberechtlichen Entscheidungen dar, die zu Unsicherheiten auf Seiten der öffentlichen Auftraggeber geführt haben.

In einem sehr anschaulichen Vortrag stellte Dipl.-Bau-Ing. Raimo Hübner, Volkswagen Group Academy, Wolfsburg, den Mensch in den Mittelpunkt der Projektabwicklung. Welche Folgerungen ergeben sich aus dem magischen Dreieck der Projektarbeit und wie werden aus der Klassifizierung Kompetenzprofile für die unterschiedlichen Qualifikationsebenen von Projektmanagern abgeleitet? Nach der Beantwortung dieser Fragen gab er auch einen Ausblick auf das künftige Wissens- und Kompetenzmanagement.

Die Kriterien zur Auswahl von Dienstleistern am Beispiel der Projektsteuerungsleistung legte Dipl.-Ing Architekt BDA Walter Volkmann, volkmann-pm, Duisburg dar und erweiterte den Ausblick auf die Leistungen von Bauunternehmen und Handwerkern. Er erläuterte den Auswahlprozess des Projektsteuerers ebenso wie eine Vielzahl von Prüfkriterien und Präqualifikationsvorgaben und stellte den Auswahl- und Vergabeprozess dar.

Als Vertretung für Univ.-Prof. Dr.-Ing. Josef Zimmermann, Technische Universität München, definierte Dipl.-Ing. Christoph Gottanka, Wissenschaftlicher Assistent an der TU München, alle wesentlichen Prozessschritte von der Festlegung der Projektstruktur bis zur Auswahl von Bietern für Ausführungsleistungen. Die strategischen Beschaffungsprozesse, die Analyse des Markt- und Wettbewerbspotential am Baumarkt und weitere Aspekte wurden in den Mittelpunkt des Auswahlverfahrens gestellt.

Prof. Dr.-Ing. Alexander Malkwitz, Universität Duisburg-Essen, fokussierte Kriterien und Strategien bei der Vergabe im privatwirtschaftlichen Rahmen. Er analysierte und bewertete verschiedene Vergabestrategien. Dies umfasste sowohl den Prozess der Vergabe als auch die verwendeten Kriterien, die der Vergabeentscheidung zugrunde gelegt werden.

Der abschließende Beitrag von Prof. Dr.-Ing. Friedrich Steiger, Grontmij GmbH, Frankfurt/Main, gab einen Einblick in die Erfahrungen bei der Auswahl von Projektbeteiligten im internationalen Projektmanagement. Hier wurden die besonderen Kriterien im internationalen Ansatz dargestellt, die FIDIC-Vertragsmuster in den Vergleich zum Deutschen Regelwerk gestellt und Folgerungen für die Auswahl der Beteiligten abgeleitet.

Zum Abschluss der Tagung leitete Dr.-Ing. Norbert Preuß eine Podiumsdiskussion mit den Referenten und den Teilnehmern, in der die zentralen Erfolgskriterien für die Auswahl der Projektbeteiligten gemeinsam herausgearbeitet wurden.

Parallel zur Herbsttagung stellte Univ.-Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus, Bergische Universität Wuppertal, in einem Präsentationscontainer BIM – Basiertes Bauen mit RFID-Technik vor. Die Grundlage ist ein Forschungsprojekt der Forschungsinitiative Zukunft Bau. Der Einsatz von RFID-Technik kann in Verbindung mit der Methode des Building Information Modelings die Abläufe und somit die Strukturen der Bauprojektabläufe entscheidend verbessern. Der Einsatz der Technologie ermöglicht eine durchgängige Dokumentation aller relevanten Daten und kann zu Effizienzsteigerungen und Qualitätsverbesserung führen.

Die Preisträger des DVP-Förderpreises 2014 stellten im Rahmen der Tagung ihre Arbeiten mit einer kurzen Präsentation vor.

Wir blicken auf eine interessante, informations- und erfolgreiche Tagung zurück.

 

Die Tagungsbroschüre ist über DVP-Verlag erhältlich:

Projektmanagement Herbsttagung 2014 "Organisation und Auswahl der Projektbeteiligten als Schlüsselfaktor des Projekterfolges", 28.11.2014, Düsseldorf

ISBN 978-3-937130-56-9, 39,00 € inkl. MwSt.; zzgl. Versandkosten

 

 

 

Herbsttagung November 2013

 

"Projekterfolge durch zielorientiertes Projektmanagement"

22. November 2013 im MARITIM Hotel München
 
Die DVP-Herbsttagung 2013 war mit nahezu 200 Teilnehmern sehr gut besucht.
 
Nachdem bereits in der DVP-Frühjahrstagung 2013 unter dem Titel "Konfliktszenarien der Projektsteuerung"einige Großprojekte mit spektakulären Termin- und Kostenabweichungen sowie eine Reihe von Beiträgen zu den Defiziten und erkennbaren Fehlermustern bei diesen Projekten präsentiert wurden,  führte die Herbsttagung 2013 diese Thematik weiter aus.

Einführend berichtete Dipl.-Ing. Roland Wüst, Prokurist und Leiter Projektentwicklung der Jost Hurler Beteiligungs- & Verwaltungsgesellschaft GmbH & Co. KG, München zu den Schnittstellen zwischen Auftraggeber bzw. dessen Projektleitung und Projektsteuerer. Wie sind die Aufgaben und Verantwortungsbereiche eindeutig zu definieren und abzugrenzen und wo liegen die Grenzen der Übernahme "nicht delegierbarer Bauherrenaufgaben", also der Übertragung einer Vertrauensposition an einen Externen; welche Alternativen sind denkbar, sind starre Leistungsbilder zweckmäßig? Herr Wüst bezog sich auf das Beispielprojekt Schwabinger Tor, das er als Gesamtprojektleiter von Beginn an verantwortlich leitet.
 
Ein wesentliches Thema und häufige Ursache für gravierende Termin- und Kosten­abweichungen sind Fehler und Defizite im Bereich des Entscheidungs- und Ände­rungsmanagements. Wie diese aus Sicht des Projektmanagements außerordentlich wichtige Problematik durch entsprechende Systemansätze und stringente formale Vorgehensweise in den Griff zu bekommen ist, legte Dipl.-Ing. Bernd Weißbrodt, Prokurist der PREUSS PROJEKTMANAGEMENT GmbH und Standortleiter München, anhand ausgewählter Projektbeispiele mit Abbildungen geeigneter Entscheidungs-/Änderungsvorlagen dar.
 
Es folgte der Vortrag von Dipl.-Ing. (FH) Christian Wernicke, geschäftsführender Gesellschafter der SMV Bauprojektsteuerung Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin, zu dem Thema eines umfassenden Terminmanagements, dargelegt am Beispiel des Großprojekts "Taunusturm" in Frankfurt am Main. Schwerpunkt dieses Vortrags waren die Anforderungen an die Erstellung von vollständig vernetzten und damit fortschrei­bungsfähigen Ablaufplänen für die Planung und Bauausführung, die auf der Grund­lage technologischer und kapazitiver sowie logistischer Vorgaben detailliert zu erar­beiten sind. Weiterhin hob er die besonderen Eigenschaften von Steuerungsterminplänen hervor, die Grundlage des Termincontrollings und Berichtswesens sind und graphisch darstellbare Prognosen ermöglichen sollen.
 
Ein weiterer Vortrag zum Terminmanagement, jedoch mit einem anderen themati­schen Schwerpunkt folgte von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hans Lechner, der als Architekt, Generalplaner und Projektsteuerer in Wien, Frankfurt und München tätig ist; er war Vorstand des Institutes für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der TU Graz und hat als Gutachter des BMVBS den Prozess zur Evaluierung der HOAI wissenschaftlich betreut. Professor Lechner hat erheblichen Anteil an der Verlage­rung von Leistungen des Terminmanagements von der Projektsteuerung in den Bereich der Planung in der HOAI 2013 und hat zu diesem Thema ─ unter dem Untertitel "Neues Leistungsszenario auf Basis der HOAI 2013“ ─ vorgetragen.
 
Dipl.-Ing. Olaf Bruske, Prokurist und langjähriger verantwortlicher Projektleiter für Großprojekte bei der Assmann Beraten+Planen GmbH, Dortmund, hat seinen Vortrag zu dem Thema "Kostenmanagement von der Projektvorbereitung bis zur Kostenfeststellung" gehalten, der neben der Darstellung der stufenweisen Entwicklung der Kostenermittlungen und parallelen Kostensteuerung auch erläuterte, wie die Einflüsse des Entscheidungs- und Änderungsmanagements, des Vergabemanagements und des Nachtragsmanagements zu berücksichtigen und zu steuern sind.
 
Mit dem Vortrag "Risikomanagement als Teilleistung der Projektsteuerung in allen Projektphasen" von Dr.-Ing. Thomas Höcker, geschäftsführender Gesell­schafter der ZERNA PROJEKTMANAGEMENT GmbH, Bochum, rundete sich die Vortragsreihe des Tages ab, mit der die wesentlichen Handlungsbereiche der Projektsteuerung und speziellen Problemstellungen (als Hauptgründe für Termin- und Kostenabweichungen) durchgängig behandelt wurden. Neben der Definition und Erläuterung des Leistungsbildes gemäß AHO-Fachkommission (Heft 9) wurden die bewährten Methoden und Prozesse des Risikomanagements vorgestellt, geeignete Risiko-Klassifizierungen und -Bewertungsverfahren erörtert und letztlich für eine realistische und intern sowie extern kooperative sowie partnerschaftliche "Risiko­kultur" plädiert.
 
Nach den Fachvorträgen bot eine Podiumsdiskussion mit den Referenten des Tages die Gelegenheit, sich intensiv mit den Auswirkungen der HOAI 2013 aus­einanderzusetzen. Die Eingangsfrage "HOAI 2013: Mehr oder weniger Sicherheit in der Projektabwicklung durch die Leistungsänderungen der HOAI?" bot (Spreng-) Stoff für aufeinanderprallende Meinungen. Die Moderation übernahm Dr.-Ing. Norbert Preuß, München, DVP-Vorstand und Leiter der AHO-Fachkommission "Projektmanagement/Projektsteuerung".
 
Die Reaktion auf die oft pauschal geäußerte Kritik an dem Berufsstand der Projekt­manager in der Bau- und Immobilienwirtschaft kann nur ─ soweit die Kritik zutrifft ─ in einer Qualifizierungsoffensive bestehen. So werden die Fachtagungen des DVP auch zukünftig und sogar verstärkt Beiträge mit Seminarcharakter darbieten. Es wird weiterhin eine in Form wissenschaftlicher Beiträge ausformulierte, gedruckte Tagungsunterlage geben, die ─ wie die Erfahrung zeigt ─ auch noch nach vielen Jahren beim DVP-Verlag nachgefragt wird.
 
Die Tagungsbroschüre der Herbsttagung 2013 ist über DVP-Verlag erhältlich: http://www.dvpev.de/shop/978-3-937130-49-1

 

Frühjahrstagung April 2013

"Konfliktszenarien der Projektsteuerung"

Forum für aktuelle Brennpunkte in Großprojekten

am 19. April 2013 in Berlin

Von den im Bauprojektmanagement tätigen Unternehmen in Deutschland werden jedes Jahr Hunderte von Bauvorhaben erfolgreich im Rahmen der Kosten- und Terminvorgaben abgewickelt. Darunter sind auch zahlreiche sehr große und äußerst komplexe Bauvorhaben, die im Auftrag von Industrie-unternehmen, der privaten Wirtschaft sowie öffentlichen Auftraggebern errichtet werden und über die wenig in der Tagespresse berichtet wird.

Angesichts der gegenwärtig bei mehreren Großprojekten in Deutschland zu verzeichnenden massiven Kostenüberschreitungen und zum Teil mehrfachen Verschiebung von Fertigstellungsterminen geht eine Welle von Berichten und Kommentaren durch die Tages- und Fachpresse bis hin zu den politischen Magazinen, ob wir in Deutschland denn nicht mehr in der Lage seien, Großprojekte technisch und organisatorisch im vorgesehenen Qualitäts-, Kosten- und Terminrahmen zu realisieren. In dieser Situation, in der speziell für den Berufsstand der Projektmanager bereits erheblicher Imageschaden auch für die Vielzahl der an den Krisenprojekten nicht beteiligten Unternehmen entstanden ist, kann und darf der DVP als Berufsverband nicht untätig bleiben und muss diesen Imageverlust auf sachlich-fachlicher Ebene entgegenwirken.

Daher hat der DVP seine Frühjahrstagung 2013 dem Thema "Konfliktszenarien der Projektsteuerung" gewidmet und ein Forum geboten, in dem die aktuellen Brennpunkte in Großprojekten und die erkennbareren Versäumnisse und Fehler aufgedeckt, die Ursachen analysiert und Maßnahmen zur Abhilfe vorgeschlagen wurden.

Ziel dieser Tagung war es auch, die Eckpunkte und Projektmanagement-Kriterien darzulegen, die unverzichtbar Grundlage einer seriösen und erfolgreichen Projektsteuerung sowie Projektrealisierung.

Dipl.-Ing. Torsten Haubold, Partner der Ernst & Young Real Estate GmbH, Berlin, hat sich mit Kosten-und Terminüberschreitungen bei aktuellen Großprojekten befasst und dabei typische und wiederkehrende Fehlermuster erkannt, die er dargelegt und zur Diskussion gestellt hat.

Es folgte ein Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß, IQ Real Estate GmbH, Düsseldorf, zu dem Thema „Aktuelle Krisenprojekte – Können wir in Deutschland nicht mehr richtig planen und bauen?“ Er betrachtete ebenfalls aktuelle Krisenprojekte,  besonders auch unter dem Blickwinkel sehr vielschichtiger und umfassender Nutzeranforderungen sowie zahlreicher, komplexer und zum Teil sogar widersprüchlicher Vorschriften.

Im dritten Beitrag des Tages erläuterte Dipl.-Ing. Heiko Windhorst von der DU Diederichs Projektmanagement AG, Wuppertal, „Optimierungsansätze bei öffentlichen Großprojekten – Projektstrukturierung, Projektführung und Inbetriebnahme“. Hier wurden konkrete Empfehlungen zu einer besseren Projektorganisation und -abwicklung gegeben.
 
Welche Voraussetzungen auf der Auftraggeberseite insbesondere in der Projektkrise erforderlich sind, erläuterte Dr.-Ing. Patrick Wenzel von der Fraport AG, Frankfurt, mit seinem Vortrag „Was macht der Bauherr bei den Projektkrisen? – Ein Plädoyer für Kompetenz auf Auftraggeberseite“, denn einige wesentliche Gründe für Projektkrisen liegen letztlich in der mangelnden Organisation und Fachkompetenz beim Auftraggeber selbst.
 
Wesentliche juristische Problemstellungen bei der Bewältigung von Projektkrisen erläuterte der Projektmanagement-Experte RA Dr. Klaus Eschenbruch von Kapellmann und Partner, Düsseldorf:
„Juristische Aspekte des Scheiterns von Großprojekten – Haftungsfolgen für die Projektbeteiligten".
 
Nach den umfassenden Betrachtungen der Ursachen und Fehler in Großprojekten folgte ein Vortrag zu einem sehr erfolgreich bewältigten Großprojekt und zwar zu den „Infrastrukturmaßnahmen Olympische Spiele in London 2012 – Ein Beispiel gelungener Projektentwicklung", vorgetragen von Klaus Greve, Senior Project Manager aus London, der einige grundsätzliche Empfehlungen zur Vorbereitung, Aufstellung und Durchführung großer Infrastrukturprojekte an diesem Beispiel darstellte.
 
DVP-Vorstand Dr.-Ing. Norbert Preuß, PREUSS PROJEKTMANAGEMENT GmbH, München, zog ein Resümee aus Sicht der Projektsteuerung mit Bezug zu dem über Jahre entwickelten Standard des aktuellen AHO-Leistungsbildes, indem er die Prozesse des Projektmanagements näher durchleuchtete, verschiedene Unternehmenseinsatzmodelle vergleichend betrachtete und erforderliche Strukturierungen bei Entscheidungen darlegte. Aufschlussreich war die phasenbezogene Eingrenzung der häufigsten Konfliktursachen.
 
Diese Tagung legte eine breite Palette von Erfahrungen und  typischen Risiken bei Großprojekten dar, aber auch Optimierungsmöglichkeiten und Lösungsansätze, um zukünftig professioneller und unter Vermeidung von Fehlern und nicht erkannten Risiken die Projekte anzugehen.
 
Die Tagungsbroschüre ist über DVP-Verlag erhältlich: http://www.dvpev.de/shop/978-3-937130-42-2

 

Herbsttagung November 2012

„Management in der Projektentwicklungsphase - Szenarien, Methodik, Tools“ – mit diesem Thema ging der DVP in die nächste, sehr gut besuchte und erfolgreiche Tagungsrunde im Hotel Sofitel Munich Bayerpost in München.
 
Es sollte die Bedeutung der ersten Entwicklungsphase von Projekten herausgestellt werden, indem die typischen Szenarien im Kontext mit konkreten Projekten aufzuzeigen waren. Methoden und verfügbare Tools wurden von den „Machern“ - also den für das jeweilige Projekt Verantwortlichen teilweise als sog. Tandem-Vorträge (Projektmanager und Investoren-/AG-Seite) vorgetragen, erläutert und im Anschluss diskutiert. Ziel der einzelnen Vorträge war es, die Aufgabenstellungen und frühen Entscheidungen in der Projektentwicklungsphase bewusst zu machen sowie die Schnittstellen zur Projektsteuerung bei den unterschiedlichen Fallkonstellationen herauszuarbeiten.
 
Die Einführung in die Vortragsreihe begann mit den Ausführungen zu den Grundlagen der Projektentwicklung aus der Sicht des Flughafens München unter Beleuchtung der erforderlichen Analysen und Entscheidungskriterien von Herrn Carsten Wilmsen, dem Leiter der Geschäftsbereiche Immobilienmanagement und lmmobilienentwicklung der Flughafen München GmbH. Eindrucksvoll, mit tollen Bildern und Grafiken wurde die Komplexität bei Projektentwicklungen von Einzelimmobilien bis zur 3. Start- und Landebahn auf dem Gelände von Deutschlands zweitgrößtem Flughafen unter Benennung sämtlicher maßgebender Stakeholder und terminlichen Einflussgrößen geschildert. Häufig werden Meilensteine für solche Projekte unter Berücksichtigung von Wahlterminen festgelegt, um Risiken aus einem sich ändernden politischen Umfeld zu minimieren. In diesem Zusammenhang kam klar heraus, mit wie viel politischem Fingerspitzengefühl taktiert werden muss und wie viel Verständnis die spätere Projektsteuerung von dem Beziehungs- und Abhängigkeitsgeflecht besitzen muss, um in der Lage zu sein, Projekte in diesem Umfeld realisieren zu können. Eine frühe Einbeziehung von Projektsteuerungsunternehmen ist zur Erlangung des erforderlichen Kenntnisstandes zwingend erforderlich, um bei der Projektabwicklung erfolgreich zu sein.
 
Es folgten drei verschiedene Beispiele, in denen die Aufgaben und Abläufe in der Projektentwick-lungsphase verfolgt werden konnten.
 
In ihrem Tandemvortrag zum Standortentwicklungskonzept für das Stadthaus in Paderborn – einmal aus Sicht des Auftraggebers und einmal aus Sicht des Projektsteuerers – haben die Herren Volker Hermann, Betriebsleiter Gebäudemanagement der Stadt Paderborn, und German Halcour, Geschäftsführer der Lahmeyer Rhein-Main GmbH, die relevanten Projektentwicklungsprozesse dargestellt. Dies geschah unter Einbeziehung aller untersuchten Alternativen bis zur Nutzwertanalyse und Empfehlungen für die politische Entscheidungsfindung. Auch hier wurde auf die das Projekt verzögernden Einflussgrößen und die erforderliche Flexibilität in der Projektentwicklung durch sich ständig ändernde Rahmenbedingungen eingegangen.
 
Im anschließenden Beitrag wurde von Herrn Jürgen Möser, Gesellschafter-Geschäftsführer der möserprojekt GmbH & Co. KG, Düsseldorf, vorgetragen, wie eine „Projektentwicklung von der grünen Wiese bis zum innerstädtischen Quartier am Beispiel Basler Quartier in Bad Homburg“ bislang verlaufen ist. Er scheute sich dabei nicht, auch zwischenzeitliche Defizite und Krisen sowie Unterbrechungen anzusprechen, die das Projekt durchlaufen musste. Oft sah es so aus, als ob ein „Exit“ aus dem Projekt bevorstand, u. a. auch durch die zunächst fehlenden emotionalen Faktoren und die Schwierigkeit, Projektentwickler für dieses Projekt zu finden, die Aussicht auf Erfolg versprachen. Durch unermüdliches Hinterfragen von Ausgangsannahmen und durch Schaffung von mehr Transparenz sowie endlose Verhandlungen mit den Stakeholdern konnte das Projekt trotz seiner Irrungen und Wirrungen letztendlich bis zur Ausführung begleitet werden.
 
Im dritten Beispiel ging es nicht um den konkreten Projektbezug, sondern um die typische Aufgabenstellung „Management bei der Entwicklung komplexer innerstädtischer Grundstücksareale im Kontext von Planung, Vermarktung, Bebauung“. Die beiden Referenten, Herr Erik Bangert und Herr Henry Alsbach von der ZERNA PROJEKTMANAGEMENT GmbH  haben sich sehr intensiv mit den Leistungsinhalten und dem Leistungsumfang der Steuerungsaufgaben bei Flächenentwicklungen befasst und in diesem Beitrag eine Gegenüberstellung zu den Leistungsbildern gemäß AHO-Heft 9 und Heft 19 über sämtliche Handlungsbereiche vorgenommen.
 
Die Ergebnisse zeigten auf, dass durch die mit den Heften 9, 18 und 19 entwickelten Leistungsbilder und Vorschläge zur Vergütung von Projektmanagementleistungen bei Bauprojekten sowie Leistungen der Baufeldfreimachung im Rahmen der Projektentwicklung praxistaugliche und fundierte (und von Auftraggebern akzeptierte) Standardwerke vorliegen.
 
Die Ergebnisse zeigten aber auch auf, dass standardisierte Leistungsbilder im Bereich der Projektentwicklung von Flächenentwicklungs-projekten nur bedingt anwendbar sind und die erforderlichen Leistungen z. T. weit darüber hinausgehen bzw. angepasst werden müssen.
 
Es folgte ein Beitrag von Herrn Remus Grolle-Hüging, Geschäftsführer der agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren, mit dem Titel „Neubau versus Sanierung“. Es ging um die Entwicklung nachhaltiger Nutzerbedarfsprogram-me unter Berücksichtigung von Lebenszyklus-betrachtungen am Beispiel kommunaler Projekte. Als Veranschaulichungsprojekt wurde eine Schule ausgewählt, anhand derer der Fokus der Öffentlichkeit erläutert wurde. Herr Grolle-Hüging schilderte, wie wichtig das Erarbeiten eines umfassenden Nutzerbedarfsprogramms im Rah-men der Bedarfsanalyse der Projektentwicklung und die richtige Festlegung der umzusetzenden Ziele, gemeinsam mit dem Bauherrn, für den Erfolg des Projektes sind
Im Anschluss ergänzte Herr Univ.-Prof. Dr.-lng. Josef Zimmermann, Lehrstuhl für Bauprozessmanagement und lmmobilienentwicklung der TU München, mit seinem Vortrag das übergeordnete Thema der DVP-Herbsttagung um die wesentlichen Aspekte der Prozesse zur Feststellung der Wirtschaftlichkeit bzw. Kreditwürdigkeit. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung von transparenten und standardisierten Anforderungen an die Projektentwicklung als Grundlage für den Finanzierungsprozess. Hierzu beschrieb Prof. Zimmermann den Stand der Befragungen der Kreditinstitute, die gewählten Fragebögen und deren bisherigen Auswertungsansätze.
 
Zum Abschluss der Themenreihe dieser Tagung gab es einen weiteren „Tandemvortrag“. Unter dem Titel „Von der Idee zum Markt - Entwicklung von lnvestitionsprojekten in der produzierenden lndustrie“ referierten die Herren Ralf von Breitenbach, Inhaber des Büros RvB Project Management, Oestrich-Winkel, und Jens Schulz, Werksleiter der Brökelmann+Co Oelmühle GmbH + Co, Hamm, aus jeweiliger Sicht, einerseits des Kunden bzw. Unternehmens und des Marktes andererseits, wobei hier unter „Markt“ die Ingenieurbüros für die baulichen und produktionstechnischen Fachdisziplinen, die ausführenden Unternehmen und Lieferanten sowie auch die genehmigenden Behörden zu verstehen sind.
 
Beide Herren erläuterten die Durchführung einer Prozess-Optimierung von der Bedarfsanalyse (Idee) einer erforderlichen Investition auf dem Werksgelände bis zur Umsetzung eines solchen Projekts. Dabei wurde im Schwerpunkt die Herangehensweise zur Erarbeitung eines Management-Systems von der Entstehung der Projektidee bis zur Definition des Projektes geschildert. Geschäftsprozesse, wie Bedarfsanalysen, Budgetbereitstellungen, Ausschreibung und Vergabe, aber auch erforderliche Mitarbeiterschulungen für einen optimierten Projektablauf wurden untersucht. Waren Budgetüber-schreitungen bei Investitionen vorher an der Tagesordnung, so ist Herr Schulz als Werksleiter der Oelmühle GmbH überzeugt, nunmehr ein Management-System in der Hand zu haben, das eine wesentlich höhere Kostensicherheit und damit eine höhere Planungssicherheit für den Betrieb und für die Optimierung seines Werkes bedeutet.
 
Eine mit über 140 Teilnehmern wiederum sehr gut besuchte Herbsttagung ergab mit diesen Inhalten ein durchweg positives Feedback der Teilnehmer. (Sven Ingwers)
Die Tagungsbroschüre kann über den DVP-Verlag bestellt werden!

Frühjahrstagung April 2012

DVP-Frühjahrstagung 2012
 
Auftraggeber treffen Auftragnehmer
- Marktentwicklung und Vertragsgestaltung für Projektsteuerungsleistungen -
 
Die Vergabe von Projektsteuerungsleistungen hat sich in nahezu allen Projekttypologien des öffentlichen und privaten Bauens durchgesetzt. Dies gilt auch für die Anwendung des AHO-Leistungsbildes in der aktuellen Fassung. Besonders in größeren Projekten gibt es Entwicklungstendenzen zur Bildung von differenzierten Vergabemodellen, mit denen Auftraggeber ihrerseits erkannte Probleme bzw. Defizite in der Leistungserbringung von Projektsteuerungsunternehmen kompensieren wollen. Die Frühjahrstagung versuchte hier, ein Forum für Auftraggeber und Auftragnehmer zu bieten, über Vor- und Nachteile verschiedener Modelle zu diskutieren. Dass dieser Ansatz auf einen derartig hohen Zuspruch stieß, überraschte uns als Veranstalter schon, wenn auch außerordentlich positiv. So konnten insgesamt über 120 Teilnehmer im nunmehr eng bestuhlten Veranstaltungssaal des NH-Hotels in Berlin-Mitte durch den Vorsitzenden des DVP, Herrn Dr. Schofer begrüßt werden.
 
In einem ersten Vortrag wurden als Einstieg die häufig gegebenen Problempunkte zwischen AG und AN für Projektsteuerungsleistungen und die Fortschreibungen des Leistungsbildes durch Herrn Dr. Preuss aufgezeigt. Er arbeitete die Entwicklung des Marktes einerseits und Tendenzen in der vertraglichen Fassung der Projektsteuerungsleistung andererseits differenziert heraus.
 
Durch Herrn Dr. Eschenbruch wurden die praxisrelevanten Aspekte von verschiedenen Vertragsmodellen aus Auftragnehmer- bzw. Auftraggebersicht dargestellt und rechtlich beleuchtet. Der Schwerpunkt der Betrachtung lag hierbei beim Projektsteuerungs-Pauschalvertrag.
 
In einem Erfahrungsbericht von Herrn Werner Oellers von der Allianz Real Estate (einem der größten institutionellen Investoren), wurde anschließend die besonderen Anforderungen an den Projektsteuerer, abseits der üblichen Leistungsbilder, abgeleitet.
 
Es schloss sich vor der Mittagspause anhand praktischer Erfahrungen die Beleuchtung der Frage durch Herrn Thomas Platte an, inwiefern die Beauftragung von Teilleistungen der Projektsteuerung  ein mögliches Vorgehensmodell darstellen könnte.
 
Nach der Mittagspause folgten zwei sogenannte Tandemvorträge, in denen jeweils Auftraggeber und Projektsteuerung aus einem konkreten Projekt aus der gemeinsamen Zusammenarbeit berichteten. So konnten Herr Otte und Herr Rübcke einen Einblick in das Zusammenspiel zwischen Projektsteuerer, Projektleiter und Bauherr anhand eines Industriebauprojektes der Lufthansa Technik AG geben. Sie gingen insbesondere der Fragestellung nach, was standardisiert und damit vom Projektsteurer vorgegeben werden kann und welche Standards sinnvoll von der Industrie vorzugeben sind.
 
In einem weiteren praktischen Beispiel, dem Opernturm in Frankfurt, stellten anschließend Herr Weitz (ehemals TishmanSpeyer) und Herr Wernicke (SMV) sehr anschaulich die Erbringung von Projektsteuerungsleistungen als verantwortlicher Partner des Investors an einem konkreten Großprojekt vor. Der Opernturm – am wohl markantesten Standort in Frankfurt – stellt mit seinen 135 m und ca. 81.000 m² BGF ein Landmark im Hochhauswald Frankfurt dar.
 
Den Schlusspunkt des Tages setzte Herr Dr. Viering mit einem Rückblick, Einblick und Ausblick auf Projektsteuerungsleistungen u. a. auf Basis aktueller Konjunkturdaten. Die Frühindikatoren lassen für den Umsatz im Wirtschaftshochbau für 2012 ein Wachstumspotenzial von 2 % und für den Wirtschaftstiefbau sogar von 3 % erkennen. In einer Chancen – Risiken -Betrachtung wurde anhand von Beispielen auf mögliche Entwicklungsfelder hingewiesen.
 
Die Frühjahrstagung 2012 in Berlin kann nicht nur aufgrund der hohen Teilnehmerzahl, sondern insbesondere aufgrund der hochinteressanten Vorträge, der intensiven Diskussionen und der positiven Resonanz der Teilnehmer als großer Erfolg gewertet werden.
 
Dr.-Ing. Norbert Preuß (Preuß PM) / Dipl.-Ing. Mathias Stieb (KVL)
 

Herbsttagung November 2011

Zufriedene Teilnehmer bei der DVP-Herbsttagung 2011
Die Vortragsfolge zum Thema „Nachhaltigkeit aus Sicht der Projektsteuerung" wurde von den rund 120 Teilnehmern der DVP-Herbsttagung sehr positiv aufgenommen, wie die Auswertung der Beurteilungsbögen ergab. Das Konzept, neben dem Projektsteuerern auch die Sicht der Architekten und Fachplaner einzubeziehen und den Fokus auf die operativen Tätigkeiten zu legen, kam gut an. Kritisiert wurde, dass ein Teil der Vortragsfolien in den Unterlagen nicht enthalten war (was nachträglich noch geheilt werden soll). Der DVP-Vorstand nimmt diese positive Rückkopplung als Ansporn für die Ausrichtung einer anspruchsvollen Frühjahrstagung in Berlin. (RS)
 

Frühjahrstagung April 2011

DVP-Frühjahrstagung in Berlin 2011
 
"IT-Strategien im Projektmanagement": Mit diesem Titel traf der DVP erneut ein Kernthema der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft, wie über 120 Anmeldungen, ein voller Tagungssaal, anregende Diskussionen zu den Fachthemen und ein überaus positives Feedback belegen. Das anspruchsvolle Tagungsprogramm gewährte einen umfassenden Einblick in den aktuellen Status der im Projektmanagement eingesetzten IT-Werkzeuge vom Projektraum bis zur Terminplanung. Aus den Tagungsbeiträgen wurde auch deutlich, dass immer mehr die Prozessabläufe im Vordergrund stehen.
Herr Brandt von der conject AG skizzierte in seinem Vortrag die Entwicklung der Projektplattformen bis zum heutigen Status quo und gewährte einen Ausblick auf die dritte Generation von Projekträumen, die derzeit entwickelt wird. Der Fokus hierbei wird sich weiter in Richtung der Vorgabe und Abbildung von Prozessen entwickeln. (1)
Im Anschluss stellte Herr Schneider von der DU Diederichs Projektmanagement AG eine intern entwickelte internetgestützte Kommunikationsplattform vor. Er erläuterte den Umfang und die Entwicklungstendenzen, und konnte so aufzeigen, dass auch Eigenentwicklungen in ihrer relativen Einfachheit und Überschaubarkeit sinnvoll zur Projektabwicklung beitragen können.
Prof. Greiner von der gibGreiner GmbH stellte anhand der Softwarelösung GRANID die Vorteile und Möglichkeiten einer umfassenden Projektplattform bei Nutzung definierter Prozessmodelle vor, für die bereits im Praxiseinsatz (speziell bei der Deutschen Bahn AG) umfassende Erfahrungen gesammelt werden konnten. Durch konsequente Nutzung bestehender Austauschformate und Schnittstellen können so nahezu alle Daten durchgängig von vielen Beteiligten für diverse Zwecke genutzt werden. Grundlage hierfür bilden Modelle und Prozesse auf verschiedenen Ebenen. Darauf aufbauend gab Herr Hienz Einblick in das aktuelle Forschungsprojekt MEFISTO, in welchem die Prozessketten und -modelle konsequent weiterentwickelt werden.
In diesem Kontext schloss sich der Vortrag von Herrn Prof. Huhnt von der TU Berlin an, welcher von ersten Ergebnissen des Forschungsprojektes "IT für Bauprozesse" berichten konnte. Im Rahmen des Projektes konnte an einem konkreten Fallbeispiel aufgezeigt werden, wie im Bereich der Terminplanung konsequentes Prozessdenken in Verbindung mit IT-Modellen und -werkzeugen zu besseren, detaillierteren sowie einfacher nachprüfbaren Ergebnissen bei gleichem personellem Aufwand führt. Herr Prof. Huhnt gab darüber hinaus Ausblick auf die weitere Entwicklung und Aufgaben in diesem Bereich.
Herr Dr. Lang von der K3 Software GmbH skizzierte in seinem Vortrag die Anforderungen an Softwaresysteme für das Kostenmanagement aus Sicht des Projektsteuerers. Hier legte er insbesondere auf die Frage der Strukturierung sein Augenmerk und erläuterte, warum es in der Regel sinnvoll ist, projektspezifische Strukturen aufzubauen und zu verfolgen. Hier muss sich das Softwaresystem entsprechend flexibel anpassen können und diese Strukturen unterstützen. Darüberhinaus plädierte er für ein Überdenken des Risikobegriffes, weg von Standardmodellen hin zu einer sinnvollen Einschätzung von Varianzen im Sinne von best / worst case Szenarien.
Den Schlusspunkt im Rahmen der Vorträge setzte Herr Prof. Dr.-Ing. Danielzik von der Danielzik Baumanagement GmbH mit seinem Vortrag zu IT-Lösungen für den Handlungsbereich Terminplanung und -kontrolle. Er gab einen Überblick über die Anforderungen, präsentierte die Ergebnisse einer DVP-Mitgliederbefragung zu den Stärken und Schwächen eingesetzter Tools und erläuterte in einem abschliessenden Exkurs am Beispiel des Sondergebietes der Bauablaufstörungen die Notwendigkeit und den Einsatz von IT-Systemen gerade im Bereich der Terminplanung und -kontrolle bzw. -fortschreibung.
In der abschließenden Podiumsdiskussion lenkte Herr Dr.-Ing. Preuß als Moderator den Blick in die Zukunft: Wohin werden sich die IT-Systeme entwickeln? Im Ergebnis wurden neben dem Herausstellen der fortwährenden Verbesserungsprozesse im Bereich der Schnittstellen und Benutzungsfreundlichkeit insbesondere die Projektplattformen in den Fokus gerückt. Herr Dr.-Ing. Preuß regte an, den begonnenen Gesprächsfaden in weiteren Gesprächen – insbesondere mit Anbietern von Projekträumen – aufzunehmen und weiterzuführen, mit dem Ziel, die Ideen und Anregungen von Projektmanagern entsprechend einzubringen und die Entwicklung mitzugestalten. Über diese Gespräche werden wir auch im Rahmen des Newsletters weiter berichten.
Mathias Stieb
(1) Referent Chris Brandt, CTO der conject AG, stellt gerne seine Vortragsfolien zum downloaden zur Verfügung. Hier werden Sie weitergeleitet: https://interaction.conject.com/DVP-Prozessvortrag.html

Herbsttagung Oktober 2010

DVP-Herbsttagung München 2010
Die Herbsttagung des DVP stand unter dem Motto „Konfliktbewältigungsstrategien - Führungsmethodik des Projektmanagements". Die Veranstaltung war wie in den vergangenen Jahren sehr gut besucht und konnte mehr als 100 Teilnehmer verzeichnen.

Konfliktsituationen zwischen den Projektbeteiligten stehen nach wie vor im Fokus des Projektgeschehens, vor allem jene zwischen den Vertragsparteien auf Auftraggeber- und Auftragnehmerseite. Streitigkeiten über Termine, Kosten, Qualitäten oder Ausführungsmängel, Leistungsabgrenzungen und Verantwortlichkeiten überdecken und belasten die tägliche Arbeit für den Projektfortschritt und gefährden den Projekterfolg. In der Projektabwicklung ist es somit erforderlich, Konfliktsituationen nach Möglichkeit von vornherein zu vermeiden. Zu den wesentlichen Lösungsansätzen gehört neben der richtigen methodischen Vorgehensweise auch eine intensive Kommunikation mit allen Beteiligten.

Herr Dr.-Ing. Norbert Preuß (Preuss Projektmanagement GmbH, München) leitete die Tagung ein. In seinem Vortrag ging er auf die Konfliktursachen im Verhältnis zu den Projektbeteiligten, die phasenbezogene Eingrenzung von Konfliktursachen und auf die Methodik der Konfliktbewältigung ein. Den Projekterfolg sieht er eng mit der Umsetzung und Kontrolle der einzelnen Aktivitäten zur Konfliktausräumung verbunden. Dies kann geschehen durch Analysen, Auswertungen, Workshops und schließlich Entscheidungsfindungen. Aus seiner langjährigen Berufserfahrung in verschiedenen Projekten schreibt er vor allem dem „Fingerspitzengefühl" des Projektsteuerers bezüglich jedes einzelnen Projektbeteiligten eine wesentliche Komponente zur Zielerreichung zu.

Herr Uwe Rohrschneider (PMC+T, Berlin) berichtete von dem konkreten Projekt Grünanlage „Waldemarstraße-Oranienplatz" in Berlin Kreuzberg. Sein besonderes Augenmerk galt den Hauptursachen für das Scheitern des Projektes: Die tatsächlichen Interessenslagen, Motive und Stärken der verschiedenen Stakeholder wurden viel zu spät erkannt. Herr Rohrschneider entwickelte anhand dieses Beispiels ein praxisorientiertes methodisches Standardvorgehen in drei Schritten. Es soll dazu verhelfen, Risiken und Konfliktpotenziale rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Wesentliche Elemente bei den Lösungsansätzen sind das Vordenken in alle Richtungen (etwa mit Kreativitätstechniken) und der Entwurf von Szenarien, auch von „B- und C-Plänen". Man solle alle Eventualitäten in Betracht ziehen, auch wenn es noch so abwegig erscheint.

Frau Eva Stengel (ES-TC Training & Consulting, Lamerdingen) referierte über die verhaltensorientierte Komponente in der Projektabwicklung, über Motivation und Teambildung. Sie veranschaulichte den Sachverhalt anhand des Bildes der zwei Seiten einer Medaille. Jeder im Team bringt aufgrund seiner Erfahrungen und Neigungen unterschiedliche Voraussetzungen und Erwartungen mit. All diese Komponenten bestimmen das Verhalten des einen und auch die Reaktion des anderen. Um die komplexe Situation zu verstehen, ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, also beide Seiten der Medaille zu betrachten.

Strategien zur Konfliktbewältigung sowie deren zielgerichtete Kommunikation wurden von Herrn Rüdiger Fleisch (Fleisch & Partner, Berlin) vorgestellt. Herr Fleisch erläuterte er den Weg von der Klage zur Lösung und beschrieb günstige und ungünstige Interaktions- und Kommunikationsmuster. Abschließend schilderte er praktische Beispiele und stellte strategische Ansätze vor.

Herr Prof. Dr.-Ing. Claus Jürgen Diederichs (DSB + IQ-Bau GbR, München) setzte sich für die Einführung der Adjudikation als außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren in Deutschland ein. Dieses Verfahren wurde im Mai 1998 in England eingeführt. Es hat sich dort überaus bewährt, da seitdem erhebliche Kosten in Bauprozessen eingespart wurden und die Justiz stark entlastet werden konnte. In Deutschland und den Nachbarstaaten hat sich dieses Verfahren bisher noch nicht durchgesetzt, obwohl allein in Deutschland jährlich Milliardenbeträge eingespart werden könnten. Herr Prof. Dr.-Ing. Diederichs stellte den Bearbeitungsstand zur Einführung der Adjudikation sowie die wesentlichen Vor- und Nachteile vor. Es gehe seiner Meinung nach heute darum, die Vorzüge der gesetzlichen Adjudikation in Deutschland in der Öffentlichkeit zu propagieren und den Gesetzgeber zu veranlassen, diese einzuführen.

Herr Burchard von Behr (VRiLG a.D., München) betrachtete in seinem Vortrag die ALTERNATIVE DISPUTE RESOLUTION (ADR) als unscharfe Bezeichnung für außergerichtliche Konfliktlösungsmechanismen. Er wies auf die überaus vielfältigen alternativen Methoden hin. Auch für die Baubranche ist die Mediation unter juristischer Würdigung eine uneingeschränkt anzuerkennende Methode der Streitbeilegung. Neben der Mediation können die streitenden Parteien auch auf die Methode der Schlichtung zurückgreifen. Zur Streitschlichtung ziehen die Parteien eine dritte Person hinzu, die unabhängig, am konkreten Streit unbeteiligt und zudem nicht entscheidungsbefugt ist. Diese dritte Person hat die Aufgabe, aktiv zwischen den Parteien zu vermitteln und einigungsorientiert tätig zu werden. Die beiden Methoden unterscheiden sich in der Gewichtung der Rollen: Bei der Schlichtung wird die aktivere Rolle des Schlichters betont, bei der Mediation hingegen die Eigenverantwortung der Parteien.

Zum Ende der Veranstaltung erfrischte Herr Wolf Diederichs (Allianz Global Investors Europe, München) die Tagungsteilnehmer mit Beispielen zur erfolgreichen Verhandlungsführung. Die Tagungsteilnehmer erhielten neben fundiertem Grundwissen für zukünftige Konfliktbewältigungen auch praktische Einblicke in Verhandlungsführungen mit positivem Ausgang.

Die ausgearbeiteten vollständigen Beiträge sind als Tagungsmappe beim DVP-Verlag erhältlich.

Werner Schneider
 

Frühjahrstagung April 2010

DVP Frühjahrstagung Berlin 2010

"Projektmanagementstandards in Deutschland 2010 – Auswirkungen der HOAI-Novelle und des AHO Heftes Nr. 9 (2009)": So lautete das Thema der Frühjahrstagung am 30.04.2010. Mit mehr als 120 Teilnehmern war es sehr gut besucht.

Die Untersuchungen zum Leistungsbild und zur Honorierung für die Projektsteuerung im AHO-Heft Nr. 9 sind seit dem Erscheinen der 1. Auflage im November 1996 rege nachgefragt. Die aktuell vorgelegte 3. Auflage wurde vollständig überarbeitet. Neue Entwicklungen wurden angepasst mit dem Ziel, einerseits die bestehenden Standarddefinitionen der Projektsteuerungsleistungen entsprechend den Marktanforderungen weiter zu präzisieren und andererseits die Flexibilisierung in der Leistungserbringung zu ermöglichen. Über die strukturellen und detailbezogenen Änderungen des aktuellen AHO-Leistungsbildes berichtete Herr Dr. Preuß (PREUSS PROJEKTMANAGEMENT) im Detail. „Die neuerliche Fortschreibung wird die Projektmanager in die Zukunft begleiten“ so Preuß.

Im Fokus der DVP Frühjahrstagung standen weiterhin die veränderten Anforderungen an das Projektmanagement aus Bauherrensicht. Herr Wölfer (mfi management für immobilien) schilderte die wesentlichen Anforderungen in der Verantwortungsübernahme und dem „proaktiven“ Agieren. Über das Leistungsbild AHO werde eine Basisqualität erwartet, darüber hinaus jedoch im Wesentlichen Konfliktlösung und technische Kompetenz sowie Funktions- und Nachhaltigkeitsberatung. Die Präzisierungen am AHO-Leistungsbild werden somit auf rege Resonanz stoßen.

Die wesentlichen Änderungen in der HOAI 2009 aus Sicht des Projektmanagements stellte Herr Prof. Kalusche (BTU Cottbus) vor. Er machte deutlich, dass seitens der Projektmanager besonders Wert zu legen sei auf die Vollständigkeit und Eindeutigkeit von Aufgabenstellung und Vertrag. Es bleibe abzuwarten, in wieweit die Verhandlung von Honorarbestandteilen an Bedeutung gewinne. Auf jeden Fall seien Verhandlungsspielräume zwischen Bauherr und Planer entstanden.

Herr Schneider (DU Diederichs Projektmanagement) stellte die Honorierung von Projektsteuerungsleistungen auf den empirischen Prüfstand. Als Ergebnis zeigte er weiter entwickelte Wägungstabellen für die Bewertung von Projektmanagement-Teilleistungen auf. Diese können eine wichtige Orientierungshilfe für die praktische Arbeit leisten und dazu dienen, faire und für beide Seiten ausgewogene Honorarvereinbarungen zu treffen.

Unter dem Titel „Projektsteuerung im Fadenkreuz der Rechtsprechung“ schilderte Herr Dr. Eschenbruch (Kapellmann und Partner) die wichtigsten Entscheidungen für die Praxis und Folgewirkungen für die Leistungserbringung. 22 aktuelle Fälle aus der Rechtsprechung wurden vorgestellt. Der „Nebel in der Projektsteuerung“ sei in der Rechtsprechung zu Projektsteuerungsverträgen gelichtet. Die Einordnung nach Werk- oder Dienstvertrag, die Grundlagen der Vergütung sowie die Grundprinzipien der Haftung sei weitestgehend geklärt. Die Urteile mit ihren Entscheidungen, Leitsätzen und Einzelheiten zu Entscheidungen sind den Manuskriptunterlagen zu entnehmen.

Die rege Diskussion der Tagungsteilnehmer im Anschluss an die Vorträge zeigte das große Interesse an der Veranstaltung.

Im Jahr 2010 wurden erneut DVP-Förderpreise vergeben. Dieses Jahr erhielten Preisträger in den Kategorien Bachelor-, Diplom-/Master- und Promotionsarbeiten die Auszeichnungen. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren die Preisträger bei ihren fundiert vorgetragenen Ergebnissen Ihrer Arbeiten. Die Arbeiten werden zum Teil im DVP-Verlag veröffentlicht.
Die ausgearbeiteten vollständigen Beiträge sind als Tagungsmappe beim DVP-Verlag erhältlich.

Werner Schneider

DVP Frühjahrstagung Berlin 2010
Projektmanagementstandards in Deutschland 2010 – Auswirkungen der HOAI-Novelle
und des AHO-Heftes Nr. 9 (2009)

Herbsttagung Oktober 2009

DVP Herbsttagung in München
Gegenstand der diesjährigen Projektmanagement-Herbsttagung des DVP war das Thema „Projektmanagement im Großanlagenbau und Infrastrukturbereich“. Den zahlreichen Teilnehmern wurden beispielhaft verschiedene Projekte und die Besonderheiten des Projektmanagements in diesem Tätigkeitsbereich dargestellt.

So berichtete Herr Stratemeier, Emschergenossenschaft und Lippeverband, Essen, am Beispiel des „Generationen-Projektes“ Emscher-Umbau über die Besonderheiten bei der Steuerung von Projekten der Siedlungswasserwirtschaft.

Herr Halcour von Lahmeyer Rhein-Main GmbH stellte die speziellen Schwerpunkte bei der Projektsteuerung eines internationalen, länderübergreifenden Pipelineprojektes (Ostsee Pipeline) vor.

Herr Prof. Jacoby, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, berichtete über die Bauherrenerfahrung bei der Projektsteuerung des Teilchenbeschleunigers FAIR in Darmstadt.

Über die Anforderung an die Projektsteuerung bei der Realisierung von Steinkohlekraftwerken berichtete Herr Dr. Nowack von der RWE Power AG, Essen.

Herr Dr. Schofer, SMV Bauprojektsteuerung Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin, schilderte die Besonderheiten des Projektmanagements bei Infrastrukturprojekten am Beispiel des Projektes Hauptbahnhof Berlin.

Schließlich berichteten Herr Dirmeier, Flughafen Düsseldorf GmbH, und Herr Pillich, bmp Baumanagement Pillich, Recklinghausen, über die Anforderungen an die Projektsteuerung bei der Sanierung der Rollbahn M bei laufendem Flugbetrieb.

Die Fachvorträge belegten, dass Großanlagen- und Infrastrukturprojekte selbst große Hochbauprojekte hinsichtlich Größe und Bedeutung, technischem Anspruch und Kompexität sowie Kosten und Projektdauer meist deutlich übertreffen. Besondere Bedeutung kommt bei derartigen Projekten dem Risikomanagement sowie dem Verfolgen und Steuern der Genehmigungsverfahren zu, die sich in der Regel als sehr aufwendig und langwierig darstellen.

In den Vorträgen sowie in der anschließenden Podiumsdiskussion zeigte sich, dass Projektmanagementleistungsinhalte und -prozesse mit denen von Hochbauprojekten im Wesentlichen vergleichbar sind. Somit kann festgehalten werden, dass die Eignung/Anwendbarkeit der Leistungs- und Honorarordnung Projektmanagement des AHO/DVP auch für diese Projekte weiterhin grundsätzlich gegeben ist.

Die Seminarunterlagen sind beim DVP-Verlag erhältlich.
Werner Schneider

Frühjahrstagung März 2009

Rückblick auf die DVP-Frühjahrstagung am 27.03.2009 in Berlin

„Projektmanagement im Spannungsfeld der Finanzkrise“

Die Auswirkungen der Finanzkrise sind inzwischen deutlich zu spüren. Projektmanagern bieten sich durch diese Krise sowohl Chancen als auch Risiken. Chancen entstehen gerade im projektbegleitenden Kostencontrolling, Risiken insbesondere durch Projektabbrüche wegen fehlender Investitionsmittel.  Schon jetzt ist feststellbar, dass die Informationsbedürfnisse der Investoren und Finanzierungsinstitute steigen.

Die Referenten bei der mit rund 100 Teilnehmern wiederum gut besetzten DVP-Frühjahrstagung waren sich darüber einig, dass es gilt, die Chancen konsequent zu nutzen.

So referierte Herr Dr. Quante (Jones Lang LaSalle Asset Management GmbH) über die Wertschöpfung im Zeichen der Finanzkrise. Seiner Aussage zufolge seien derzeit rückläufige Transaktionsvolumen, der Beginn fallender Mieten, fallende Kaufpreise, der Rückgang des Büroflächenumsatzes und eine Erhöhung der Leerstandsquoten zu verzeichnen. Gerade PM-Leistungen im Zusammenhang mit bedarfsgerechten Nutzungskonzepten, integrierter Planung, strukturierter Bauorganisation, koordiniertem Baubetrieb, termingerechter Inbetriebnahme und projektbegleitender Qualitäts- und Kostenkontrolle gewinnen Herrn Dr. Quante zufolge an Bedeutung. Nach Auffassung von Herrn Dr. Quante werden die Verbesserung der Qualität der Immobilie und der Managementleistungen zu Wertsteigerungen führen. Insgesamt sieht Herr Dr. Quante in einem effektiven Immobilien-Projektmanagement die Basis für ein erfolgreiches Real Estate Asset Management.

Herr Prof. Lechner berichtete über „Begleitende Kontrolle am Bau“. Unter seiner Federführung wurde für eine sekundäre und tertiäre Kontrolle ein Leistungsbild und eine Honorarordnung entwickelt. Die Leistungen beinhalten im wesentlichen Kosten- und Terminüberprüfungen. Diese Aufgaben werden parallel zur Projektsteuerung erbracht. Die Leistung der Begleitenden Kontrolle wird der Auffassung von Herrn Prof. Lechner zufolge zusätzlich zu Projektsteuerungsleistungen benötigt, wenn der Projektplan nicht mit der Projektrealität übereinstimmt. Die Honorarordnung für die Begleitende Kontrolle weist Honorare in der Größenordnung von 40 – 50 % der Projektsteuerungshonorare aus.

Herr Dr. Preuß (Projektmanagement) stellte die erhöhten Anforderungen an das Projektmanagement in den Bereichen der Qualitäts- und Kostensteuerung exemplarisch vor. Er leitete aus den aktuellen Auswirkungen (konjunkturell bedingte Hochpreisphase, Änderungen im Angebot der Unternehmenseinsatzformen, Veränderung im Risikotransfer) konkrete Handlungsempfehlungen für die Kosten- und Qualitätssteuerung ab. Ergänzend wurden Hilfestellungen zum Entscheidungs- und Änderungsmanagement dargelegt. Herr Dr. Preuß zeigt anhand von unterschiedlichen Szenarien, die er als Folge verschiedenster Einflüsse der letzten Zeit entwickelte, dass die Anforderung an das Projektmanagement deutlich gestiegen sind. Insofern gilt es seiner Auffassung nach, die Chance der gestiegenen Nachfrage nach qualifizierten Projektmanagementleistungen, zu nutzen.

Strategische Ansätze im Vergabemanagement des BBI wurden von Herrn Schwarz (Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH) vorgestellt. Beim BBI wurde im Zuge der Neuausschreibung und Änderung der Vergabestrategie eine Budgetierung auf mittlerweile über 40 Einzelvergaben im Gesamtkomplex des Fluggast-Terminals vollzogen. Diese Neuausrichtung führte zu einer spürbaren Kostensenkung. Festzustellen ist, dass die Marktöffnung, insbesondere seit 2008, auch in den Vorphasen der Projektqualifikation erfolgreich ist. Die Verlagerung maßgeblicher Ausschreibungen in die Folgejahre kann zu einer Mitnahme von positiven Markt- und Baupreiseffekten führen. Herr Schwarz stellte dar, dass seiner Auffassung nach der Verbleib der Ausführungsplanung in der Verantwortung des Bauherren die Flexibilität im Hinblick auf Planungsänderung steigern und die Gesamtqualität der Ausführung in den einzelnen Gewerken erhöhen kann. Er stellt fest, dass im Zuge der bislang über 800 durchgeführten Einzelvergaben (Planung und Bau) bislang keinem der eingeleiteten Rügeverfahren stattgegeben wurde. Im Ergebnis werde eine hohe Termintreue im Vergabemanagement und somit Projektstabilität erreicht. Gleichzeitig herrsche Transparenz im Hinblick auf die Einhaltung des Europäischen Vergaberechts und Korruption werde vermieden. Herr Schwarz schilderte eindrucksvoll, dass gerade die hohen Anforderungen an die strategische Kompetenz und die Kommunikationsfähigkeit des Projektmanagers ausschlaggebend für den Erfolg im Vergabemanagement des BBI sind.

Herr Siegle (LBBW Immobilien Projektmanagement GmbH) stellte das technische Controlling der LBBW im Hinblick auf die Anforderungen an die Projektbeteiligten vor. Die LBBW Immobilien GmbH beteiligt sich an zahlreichen Projektentwicklungen externer Partner und überwacht die technische Durchführung im Zuge des technischen Projektcontrollings. Der Projektcontroller überwacht hierbei die Umsetzung der vereinbarten Projektziele im Hinblick auf Kosten, Termine und Qualitäten. Für das Projektcontrolling hat die LBBW ein eigenes Musterleistungsbild entwickelt, welches in Grundzügen vorgestellt wurde. Die Voraussetzungen für ein Projektcontrolling sind in „5 Geboten“ (Informations-, Transparenz-, Relevanz-, Konvergenzgebot und Gebot der internen Kombination) dargelegt worden. Beim Informationsgebot werden die Projektbeteiligten verpflichtet, das Projektcontrolling über den Projektablauf im Sinne einer Bringschuld zu informieren. Dem Transparenzgebot entsprechend haben die Projektbeteiligten dem Projektcontrolling auf Verlangen umfassenden und ungehinderten Einblick in alle Projektunterlagen zu geben. Das Relevanzgebot verpflichtet die Projektbeteiligten, das Projektcontrolling angemessen und zeitnah zu informieren. Hier geht es auch darum, den Grad der angemessenen Information sicher zu stellen. Das Konvergenzgebot dient dazu, dass das zentrale Berichtswesen innerhalb des Projektes rechtzeitig an die Anforderung des externen Projektcontrollings im Hinblick auf Qualität, Quantität und Periodizität angepasst wird. Das Gebot der internen Kombination dient dazu, dass eine aktive und offene Informationspolitik sicher gestellt wird und keine Desinformations-, Informations- und Ausgrenzungsversuche stattfinden. Herr Siegle schilderte, dass die LBBW Immobilien Management GmbH das Leistungsbild für das Projektcontrolling weiter entwickeln wird. Hierdurch werden noch vielfältige Betätigungsfelder für Projektmanager entstehen.

Herr Dr. Sarrazin (Finanzsenator Berlin) berichtete über das Risikomanagement bei öffentlichen Bauvorhaben vor dem Hintergrund der Finanzkrise. Dabei ging er auf die Verantwortung der Risikosteuerung öffentlicher Bauvorhaben und die eingeführten Managementsysteme der projektführenden Stellen zur Risikosteuerung am Beispiel der BMI Berliner Immobilien Management ein. Ferner legte Herr Dr. Sarrazin die Bauausgaben des Landes Berlin im Zusammenhang mit dem Konjunkturprogramm dar. Aus den besonderen Anforderungen an das Land Berlin im Zusammenhang mit dem Konjunkturprogramm entwickelte er einen Managementansatz zur Umsetzung dieses Konjunkturprogramms. In der Projektorganisation wird unterhalb seines Steuerungsgremiums ein Gesamtprojektcontrolling eingeführt und projektführende Stellen eingerichtet. Hiermit und unter Berücksichtigung der neuen Rahmenbedingungen für eine wirksame Umsetzung des Konjunkturprogramms (Änderung des Vergaberechts, Veränderung der Wertgrenzen) soll sichergestellt werden, dass die Maßnahmen vereinbarungsgemäß bis Ende 2011 abgewickelt sind.

Die Podiumsdiskussion bestätigte trotz kontroverser Fragestellungen durch Herrn Degener (Immobilienwirtschaftsjournalist) die Einigkeit in den vorgenannten Kernaussagen. Das Seminar verdeutlichte den Teilnehmern, dass sich als Folge aus der Finanzkrise insbesondere steigende Anforderungen an das technische und wirtschaftliche Projektcontrolling ergeben, die Projektmanager als Chance begreifen und diese nutzen sollten.
 
 
Das Thema der Frühjahrstagung am 27. März 2009 lautete:
„Projektmanagement im Spannungsfeld der Finanzkrise“

Die Auswirkungen der Finanzkrise sind inzwischen deutlich zu spüren. Projektmanagern bieten sich durch diese Krise sowohl Chancen als auch Risiken. Chancen entstehen gerade im projektbegleitenden Kostencontrolling, Risiken insbesondere durch Projektabbrüche wegen fehlender Investitionsmittel.  Schon jetzt ist feststellbar, dass die Informationsbedürfnisse der Investoren und Finanzierungsinstitute steigen.

Die Referenten bei der mit rund 100 Teilnehmern wiederum gut besetzten DVP-Frühjahrstagung waren sich darüber einig, dass es gilt, die Chancen konsequent zu nutzen.

Kriterien zur Wertsteigerung
So referierte Herr Dr. Rainer Quante (Jones Lang LaSalle Asset Management GmbH) über die Wertschöpfung im Zeichen der Finanzkrise. Seiner Aussage zufolge seien derzeit rückläufige Transaktionsvolumen, der Beginn fallender Mieten, fallende Kaufpreise, der Rückgang des Büroflächenumsatzes und eine Erhöhung der Leerstandsquoten zu verzeichnen. Gerade PM-Leistungen im Zusammenhang mit bedarfsgerechten Nutzungskonzepten, integrierter Planung, strukturierter Bauorganisation, koordiniertem Baubetrieb, termingerechter Inbetriebnahme und projektbegleitender Qualitäts- und Kostenkontrolle gewinnen Herrn Dr. Quante zufolge an Bedeutung. Nach Auffassung von Herrn Dr. Quante werden die Verbesserung der Qualität der Immobilie und der Managementleistungen zu Wertsteigerungen führen. Insgesamt sieht Herr Dr. Quante in einem effektiven Immobilien-Projektmanagement die Basis für ein erfolgreiches Real Estate Asset Management.

Kontrolle am Bau
Herr Prof. Hans Lechner berichtete über „Begleitende Kontrolle am Bau“. Unter seiner Federführung wurde für eine sekundäre und tertiäre Kontrolle ein Leistungsbild und eine Honorarordnung entwickelt. Die Leistungen beinhalten im wesentlichen Kosten- und Terminüberprüfungen. Diese Aufgaben werden parallel zur Projektsteuerung erbracht. Die Leistung der Begleitenden Kontrolle wird der Auffassung von Herrn Prof. Lechner zufolge zusätzlich zu Projektsteuerungsleistungen benötigt, wenn der Projektplan nicht mit der Projektrealität übereinstimmt. Die Honorarordnung für die Begleitende Kontrolle weist Honorare in der Größenordnung von 40 – 50 % der Projektsteuerungshonorare aus.

Anforderungen an die Qualitäts- und Kostensteuerung
Herr Dr. Norbert  Preuß (Projektmanagement) stellte die erhöhten Anforderungen an das Projektmanagement in den Bereichen der Qualitäts- und Kostensteuerung exemplarisch vor. Er leitete aus den aktuellen Auswirkungen (konjunkturell bedingte Hochpreisphase, Änderungen im Angebot der Unternehmenseinsatzformen, Veränderung im Risikotransfer) konkrete Handlungsempfehlungen für die Kosten- und Qualitätssteuerung ab. Ergänzend wurden Hilfestellungen zum Entscheidungs- und Änderungsmanagement dargelegt. Herr Dr. Preuß zeigt anhand von unterschiedlichen Szenarien, die er als Folge verschiedenster Einflüsse der letzten Zeit entwickelte, dass die Anforderung an das Projektmanagement deutlich gestiegen sind. Insofern gilt es seiner Auffassung nach, die Chance der gestiegenen Nachfrage nach qualifizierten Projektmanagementleistungen, zu nutzen.

Vergabestrategie BBI
Strategische Ansätze im Vergabemanagement des BBI wurden von Herrn Thomas Schwarz (Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH) vorgestellt. Beim BBI wurde im Zuge der Neuausschreibung und Änderung der Vergabestrategie eine Budgetierung auf mittlerweile über 40 Einzelvergaben im Gesamtkomplex des Fluggast-Terminals vollzogen. Diese Neuausrichtung führte zu einer spürbaren Kostensenkung. Festzustellen ist, dass die Marktöffnung, insbesondere seit 2008, auch in den Vorphasen der Projektqualifikation erfolgreich ist. Die Verlagerung maßgeblicher Ausschreibungen in die Folgejahre kann zu einer Mitnahme von positiven Markt- und Baupreiseffekten führen. Herr Schwarz stellte dar, dass seiner Auffassung nach der Verbleib der Ausführungsplanung in der Verantwortung des Bauherren die Flexibilität im Hinblick auf Planungsänderung steigern und die Gesamtqualität der Ausführung in den einzelnen Gewerken erhöhen kann. Er stellt fest, dass im Zuge der bislang über 800 durchgeführten Einzelvergaben (Planung und Bau) bislang keinem der eingeleiteten Rügeverfahren stattgegeben wurde. Im Ergebnis werde eine hohe Termintreue im Vergabemanagement und somit Projektstabilität erreicht. Gleichzeitig herrsche Transparenz im Hinblick auf die Einhaltung des Europäischen Vergaberechts und Korruption werde vermieden. Herr Schwarz schilderte eindrucksvoll, dass gerade die hohen Anforderungen an die strategische Kompetenz und die Kommunikationsfähigkeit des Projektmanagers ausschlaggebend für den Erfolg im Vergabemanagement des BBI sind.

Technisches Controlling
Herr Harald Siegle (LBBW Immobilien Projektmanagement GmbH) stellte das technische Controlling der LBBW im Hinblick auf die Anforderungen an die Projektbeteiligten vor. Die LBBW Immobilien GmbH beteiligt sich an zahlreichen Projektentwicklungen externer Partner und überwacht die technische Durchführung im Zuge des technischen Projektcontrollings. Der Projektcontroller überwacht hierbei die Umsetzung der vereinbarten Projektziele im Hinblick auf Kosten, Termine und Qualitäten. Für das Projektcontrolling hat die LBBW ein eigenes Musterleistungsbild entwickelt, welches in Grundzügen vorgestellt wurde. Die Voraussetzungen für ein Projektcontrolling sind in „5 Geboten“ (Informations-, Transparenz-, Relevanz-, Konvergenzgebot und Gebot der internen Kombination) dargelegt worden. Beim Informationsgebot werden die Projektbeteiligten verpflichtet, das Projektcontrolling über den Projektablauf im Sinne einer Bringschuld zu informieren. Dem Transparenzgebot entsprechend haben die Projektbeteiligten dem Projektcontrolling auf Verlangen umfassenden und ungehinderten Einblick in alle Projektunterlagen zu geben. Das Relevanzgebot verpflichtet die Projektbeteiligten, das Projektcontrolling angemessen und zeitnah zu informieren. Hier geht es auch darum, den Grad der angemessenen Information sicher zu stellen. Das Konvergenzgebot dient dazu, dass das zentrale Berichtswesen innerhalb des Projektes rechtzeitig an die Anforderung des externen Projektcontrollings im Hinblick auf Qualität, Quantität und Periodizität angepasst wird. Das Gebot der internen Kombination dient dazu, dass eine aktive und offene Informationspolitik sicher gestellt wird und keine Desinformations-, Informations- und Ausgrenzungsversuche stattfinden. Herr Siegle schilderte, dass die LBBW Immobilien Management GmbH das Leistungsbild für das Projektcontrolling weiter entwickeln wird. Hierdurch werden noch vielfältige Betätigungsfelder für Projektmanager entstehen.

Risikomanagement bei öffentlichen Bauvorhaben
Herr Dr. Thilo Sarrazin (Finanzsenator Berlin) berichtete über das Risikomanagement bei öffentlichen Bauvorhaben vor dem Hintergrund der Finanzkrise. Dabei ging er auf die Verantwortung der Risikosteuerung öffentlicher Bauvorhaben und die eingeführten Managementsysteme der projektführenden Stellen zur Risikosteuerung am Beispiel der BMI Berliner Immobilien Management ein. Ferner legte Herr Dr. Sarrazin die Bauausgaben des Landes Berlin im Zusammenhang mit dem Konjunkturprogramm dar. Aus den besonderen Anforderungen an das Land Berlin im Zusammenhang mit dem Konjunkturprogramm entwickelte er einen Managementansatz zur Umsetzung dieses Konjunkturprogramms. In der Projektorganisation wird unterhalb seines Steuerungsgremiums ein Gesamtprojektcontrolling eingeführt und projektführende Stellen eingerichtet. Hiermit und unter Berücksichtigung der neuen Rahmenbedingungen für eine wirksame Umsetzung des Konjunkturprogramms (Änderung des Vergaberechts, Veränderung der Wertgrenzen) soll sichergestellt werden, dass die Maßnahmen vereinbarungsgemäß bis Ende 2011 abgewickelt sind.

Expertengespräch
Die Podiumsdiskussion bestätigte trotz kontroverser Fragestellungen durch Herrn Arne Degener (Immobilienwirtschaftsjournalist) die Einigkeit in den vorgenannten Kernaussagen. Das Seminar verdeutlichte den Teilnehmern, dass sich als Folge aus der Finanzkrise insbesondere steigende Anforderungen an das technische und wirtschaftliche Projektcontrolling ergeben, die Projektmanager als Chance begreifen und diese nutzen sollten.
Dipl.-Ing. Werner Schneider
 

Kompetenztagung Oktober 2008

DVP-Herbsttagung am 17. Oktober 2008 in München

 
Bauherren, Projektbeteiligte und Nutzer erleben in der Phase der baulichen Fertigstellung bis zur  Übergabe und Inbetriebnahme oft sehr kritische Situationen, die aus der zeitlichen Überlagerung von zu späten Bau- und Montageleistungen, Rest- und Mängelbeseitigungsarbeiten parallel zu Mieter-/ Nutzerausbauleistungen sowie Technischen Inbetriebnahmen, öffentlichen und vertragsrechtlichen Abnahmen resultieren. Langwierige Streitigkeiten, finanzielle Verluste, u. U. sogar Kündigungen und Schadenersatzforderungen sind häufige Folge derartiger Projektabschluss-Szenarien.

Es ist daher Aufgabe des Projektmanagements, bereits frühzeitig und umfassend sämtliche Aufgaben, Randbedingungen und vertragliche Belange zum Projektabschluss zu erfassen und die Abläufe und Vorgaben projektbezogen zu strukturieren.

Der DVP hat als Berufs-/ Fachverband der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft diese komplexe Problematik als Kernthema für seine Herbsttagung am 17. Oktober 2008 in München gewählt:
„Projektmanagement beim Projektabschluss – Prozesssteuerung bis zur Übergabe“
 
Namhafte praxiserfahrene Referenten aus dem Bereich des Projektmanagements und der Immobilienwirtschaft, die aus unterschiedlichen Projektbereichen - auch Infrastrukturprojekten - haben berichtet. Die Tagungsunterlagen sind über den DVP-Verlag erhältlich.
 

Kompetenztagung April 2008

DVP-Kompetenztagung am 18.04.2008 in Berlin
Mit zunehmender Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Entwicklung von Immobilienprojekten ergeben sich wesentlich höhere Anforderungen an das Projektmanagement. Das gleiche gilt für Umbau und Sanierung des umfangreichen Immobilienbestandes. Lebenszyklusbetrachtungen sowie damit verbundene Kosten- und Renditebetrachtungen für jeweils mehrere Lösungsvarianten werden zwingend erforderlich und erfordern innovative, interdisziplinäre Entwicklungs- und Planungsprozesse.
Die Bewältigung der Komplexität dieser Prozesse im Sinne der Abarbeitung der gesamten Palette technologischer, ökologischer, ökonomischer sowie soziologischer bzw. übergreifend auch städtebaulicher (politischer) Aspekte erfordert sehr frühzeitige und systematische Leistungen des Projektmanagements.
Der DVP als Berufs-/Fachverband der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft befasst sich intensiv mit dieser Thematik und lädt Sie im Rahmen der diesjährigen Frühjahrstagung zu der Projektmanagement-Kompetenztagung
Nachhaltigkeit bei Immobilienprojekten – Anforderungen an das Projektmanagement
am 18. April 2008 in Berlin
ein; namhafte Referenten aus dem Bereich des Projektmanagements und den Bereichen der Planung und Realisierung werden hierzu ihre Erfahrungen darlegen. Nehmen Sie die Erfahrungen und Anregungen aus den Praxisbeispielen der Referenten auf und bringen Sie diese in Ihre eigene Projektentwicklung bzw. in Ihr Projektmanagement ein.

Kompetenztagung Oktober 2007

Rückblick auf die DVP-Kompetenztagung am 26. 10. 2007 in München:
„Alternative Projektabwicklungsformen“
Das DVP-Herbstseminar mit dem Thema „Alternative Projektabwicklungsformen - Strategie, Methodik, Werkzeuge“ fand mit fast 150 Teilnehmern großen Anklang. Ziel des DVP war, innovative Ansätze sowie Umsetzungsbeispiele aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen, um vor diesem Hintergrund eine kontroverse Diskussion zur Praxistauglichkeit alternativer Projektabwicklungsformen anzustoßen. 
Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden stellte Dr. Preuß die Anforderungen an das Projektmanagement in partnerschaftlich strukturierten Projekten dar. Die Realitätsbeschreibungen aus Sicht des Bauherrn einerseits, aus Sicht der Bauindustrie andererseits, zeigten deutlich die unterschiedlichen Probleme der Beteiligten. Sie begründen den Bedarf nach partnerschaftlichen Ansätzen sowie konstruktiven Projektmanagementverfahren und -arbeitsweisen.
Die These, dass die Anwendung partnerschaftlicher Modelle bei Bauprojekten sowohl für den Auftraggeber wie auch für das bauausführende Unternehmen Vorteile birgt, wurde durch die Referenten Bollwerk (vivico) und Dr. Jakobs (Bilfinger-Berger AG) vertreten. Sie stützten sich dabei auf die Ergebnisse zweier durchgeführter kooperativer Verfahren.
Voraussetzung für die Vorteilhaftigkeit derartiger alternativer Projektabwicklungen ist nach ihrer Auffassung, dass beide Parteien den partnerschaftlichen Ansatz im Projekt „leben“, indem sie das gemeinsame Ziel bereits in der Planungsphase definieren und konsequent verfolgen. Zukünftig wird noch zu klären sein, wie sich die richtigen Partner im Detail in einem fairen Wettbewerb der Anbieter finden können.
Dr. Eschenbruch (Kanzlei Kapellmann & Partner) erläuterte dann Partnering-Vereinbarungen aus rechtlicher Sicht. Dabei ging er auf die Vielzahl der Regelungskomplexe und Werkzeuge bei der Vertragsgestaltung ein. Er machte deutlich, dass der Erfolg jeder partnerschaftlichen Zusammenarbeit entsprechende Investitionen in das Management von Partnering-Modellen erfordert.
Dipl.-Ing Möning (Healy Kelly Turner & Townsend) zeigte nach der Mittagspause Projektabwicklung bei „Fast Track Projekten“ im internationalen Umfeld. Die Erfahrungen bei diesen Projekten haben nach seiner Auffassung gezeigt, dass die sorgfältige Projektdefinition in einer zeitlich ausreichend bemessenen Projektvorbereitungsphase ein entscheidendes Erfolgskriterium für alternative Projektabwicklungen ist.
Prof. Racky (Universität Kassel) stellte dann die Grundzüge und die Vielfalt von Partnering-Modellen vor, die sowohl auftraggeber- als auch auftragnehmerseitig hinreichend entwickelt wurden und praktisch umgesetzt werden. Die vorgestellten Modelle können seiner Meinung nach dazu beitragen, strukturelle Defizite der Bauprojektabwicklung abzubauen.
Zum Schluss stellte Prof. Tautschnig das von ihm entwickelte „Hybrid-Modell“ vor, das eine Mischung aus Pauschal-, Maximal- und Einheitspreisvertrag darstellt. Dieses Modell wurde bei einem öffentlichen Auftraggeber in Österreich angewendet. Ob und inwieweit es Anwendung finden kann bei Projekten, die den komplexen öffentlichen Vergabevorschriften in Deutschland unterliegen, bleibt abzuwarten.
Die Podiumsdiskussion im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen zeigte eine - vielleicht etwas all zu große – Harmonie in der Bestätigung der Anwendungsfähigkeit und Vorteilhaftigkeit dieser Modelle.
Aus der Sicht des Verfassers bedarf es weiterhin zwingend einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen vielschichtigen innovativen Ansätzen und letztlich ihrer Bewährung im Praxiseinsatz. Der DVP fordert alle Projektmanager auf, hieran mitzuwirken.
Werner Schneider

Kompetenztagung März 2007

Das Frühjahrsseminar des DVP fand - seit nunmehr 1985 in jährlicher ununterbrochener Folge - am 23.3.2007 in Berlin statt.
Der Titel der diesjährigen DVP-Kompetenztagung war:
Generalunternehmereinsatz und alternative Projektabwicklungsformen

Die in großen und komplexen Immobilienprojekten bei weitem häufigste Vergabeart ist die Einsatzform des „Generalunternehmers“, die jedoch bei Auftraggebern und Projektbeteiligten überwiegend in der Kritik steht. Qualitätsprobleme, Termin- und Kostenüberschreitungen trotz Festpreisvereinbarungen sind an der Tagesordnung, Eingriffs- und Steuerungsmöglichkeiten der Auftraggeber bzw. des Projektmanagements gering. Die Suche nach alternativen Unternehmenseinsatzformen bzw. Organisations- und Vergabekonzepten, die zu einer besseren Steuerbarkeit und frühzeitiger Einbindung von Unternehmenskompetenz sowie kooperativer Projektabwicklung führen ist daher hochaktuell.
 
Der DVP als Berufs-/Fachverband der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft befasst sich intensiv mit dieser Thematik; namhafte Referenten aus dem Bereich des Projektmanagements und auch der Unternehmerseite werden hierzu ihre Standpunkte darlegen. In den vorgesehenen Diskussionsrunden können Sie ihre eigenen Erfahrungen und Statements einbringen. Die Tagungsergebnisse wird der DVP dokumentieren und zur Verfügung stellen.
Der Tagungsband ist zum Preis von 40,00 Euro zzgl. Porto und Verpackung beim DVP-Verlag erhältlich.

Oktober 2006

Das DVP-Herbstseminar fand am 13.10.2006 in Hamburg statt.
Das Tagungsthema war:
Schnittstellen des Projektmanagements -
Nutzerbedarf und Nutzungskosten

Die spürbare Belebung in der Immobilienwirtschaft sowie die Dynamik beim Kauf bzw. Verkauf großer Gewerbeobjekte und Immobilienportfolios führt im Projektmanagement zu neuen und erweiterten Aufgaben: Neben der technisch/wirtschaftlichen Due Diligence steht dabei vor allem die frühzeitige Erfassung, Planung und Steuerung der Kosten in der Nutzungsphase von Immobilien im Vordergrund.
 
Unter dem Aspekt des Nutzerbedarfs (-anspruchs) sowie der Objektstrukturen und sonstigen Schnittstellen bietet der DVP daher im Rahmen des Herbstseminars eine kompakte Fachveranstaltung mit Grundsatzbeiträgen und Praxisbeispielen namhafter Referenten an. Erstmalig bei einem DVP-Seminar werden sich die Referenten auch in einer abschließenden Podiumsdiskussion gemeinsam präsentieren und den Fragen bzw. der Kritik der Teilnehmer stellen. Die Moderation übernimmt Herr Prof. Dr.-Ing. Josef Zimmermann, TU München, Lehrstuhl für Bauprozessmanagement.
 
Der Tagungsband ist im DVP-Verlag zum Preis von 35,00 Euro zzgl. Porto und Verpackung erhältlich.
Flyer

Oktober 2005

Rückblick: DVP-Herbstseminar in Augsburg
Das diesjährige DVP-Herbstseminarprogramm am 28. Oktober 2005 in Augsburg stand unter der Überschrift:
Projektmanagement bei Objekten im Bestand“.
Die fachliche Leitung der Tagung hatte der 1. Vors. des DVP Dr.-lng. Rainer Schofer. Anschließend führte dann Dipl.-Ing. Peter Knäpper, PricewaterhouseCoopers, Düsseldorf, in das Thema ein.
Es folgten dann grundlegende Vorträge zu den folgenden Themen:

  1. Dipl.-oec. Jürgen Stinner, Stephan Unternehmens- und Personalberatung GmbH, Bad Homburg mit einem Vortrag über: „Immobilienbezogene Zieldefinition: Gesamtanalyse des Bestands und die daraus abgeleitete Entwicklungs-perspektive“
  2. Dipl.-Ing. Wolfgang Dorn Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt mit einem Vortrag über: „Due Diligence als Grundlage für Kauf-/Verkaufsentscheidungen“.
  3. Dipl.-Kfm. Kai Kummert, Immobilienmanagement der Berliner Polizei sowie Dipl.-Ing. Werner Schneider, DU Diederichs AG & Co. KG, Berlin/Wuppertal/München mit einem Vortrag über: „Intelligente Substanzbewertung als Erfolgsfaktor für die Entwicklung von öffentlichen Immobilienbeständen“.
  4. Mario Bohlen, Deutsche WohnAnlage GmbH (DeWAG), Stuttgart sowie Dr. Thomas Höcker, Zerna Köpper & Partner Ingenieurgesellschaft mbH, Bochum mit einem Vortrag über: „Die Modernisierung größerer Wohnimmobilien optimal managen“.
  5. Dr. Ing. Iding mit dem Thema: „Projektmanagement beim Bauen im Bestand aus der Sicht eines Bauunternehmens“.
  6. Das DVP-Vorstandsmitglied Dr.-Ing. Norbert Preuß, ATP Projektmanagement GmbH, München/Innsbruck/Wien beendete den Vortragsreigen mit: „Ausblick auf erforderliche Anpassungen und Ergänzungen zu den Leistungsbildern der AHO-Hefte 9 und 19“.

Allen Vorträgen folgten anregende Diskussion.
Die Texte können - wie üblich - über den DVP-Verlag bestellt werden.
Das Seminar in Augsburg war der Einstieg in das in Zukunft immer wichtigere Thema: „Bauen im Bestand“. Die Frühjahrstagung in Berlin wird sich vertieft damit befassen.

April 2005

Das Frühjahrsseminar des DVP fand - seit nunmehr 1985 in jährlicher ununterbrochener Folge - am 08. April 2005 in Berlin statt.
Als Titel der Berliner Frühjahrstagung wählte der DVP in diesem Jahr:
Der Projektmanager in der Vorbereitung der Vergabe- und Nachtragsentscheidungen
Zielsetzung des Seminars war es, das komplexe Aufgabenpaket des Projektmanagers in der Vorbereitung von Vergabe- und Nachtragsentscheidungen an Praxisbeispielen deutlich zu machen. Neben der ausführlichen Darstellung der Aufgaben und Anforderungen an das Projektmanagement in dieser wichtigen Projektphase befaßten sich die Vorträge dieses Seminars auch mit der zunehmenden Problematik von Fehlern und Verstößen in Vergabeverfahren. Die Themenpalette reichte von Maßnahmen zur Vermeidung von Nachprüfungsverfahren über Korruptionsprävention bis zu revisorischen Aspekten und der Qualitätssicherung in der Projektabwicklung insgesamt.
Den Vorsitz und die fachliche Leitung hatte der neue 1. Vorsitzende des DVP e.V.
Dr.-Ing. Rainer Schofer
Die Einzelthemen und deren Referenten waren:

  1. Überprüfen der Angebotsauswertungen und Beurteilen der Auswirkungen
    von Alternativangeboten in technisch-wirtschaftlicher Hinsicht
    Dr.-Ing. Rainer Schofer, SMV Bauprojektsteuerung, Berlin
  2. Vermeidung von Vergabenachprüfungsverfahren
    Dr.-jur. Norbert Huber, Sibeth Rechtsanwälte, München
    Dr.-jur. Hendrik Röwekamp, Kapellmann + Partner, Düsseldorf
  3. Beurteilen der Nachtragsprüfungen und Bedeutung der „Umhüllenden“ bei Behinderungen (§ 6 Nr.6 VOB/B)
    Dipl.-Ing. Michael Peine
    DSB Prof. Dr.-Ing. C. J. Diederichs Sachverständige Bau, Berlin
  4. Verfahren zur Vergabe und zur Revision von öffentlichen Baumaßnahmen im Land Hessen
    MR Dipl.-Ing. Architekt Harald Clausen
    Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden
  5. Revisorische Aspekte bei der Beschaffung von Bauleistungen
    Dipl.-Ing. Jürgen Habenicht und Dipl.-Oec. Andreas Walczyk
    RevCon Revision und Consulting GmbH, Hannover
  6. Qualitätssicherung in der Projektabwicklung am Beispiel der Hauptabteilung Hochbau des Baureferates der Landeshauptstadt München
    Dipl.-Ing. Arch. Franz Josef Balmert
    Baureferat der Landeshauptstadt München

Den Vorträgen folgten anregende Diskussion.
Die Texte können - wie üblich - über den DVP-Verlag bestellt werden.

Oktober 2004

Neue Leistungsbilder und Honorarmodelle zum Bauprojektmanagement
Die AHO-Fachkommission "Projektsteuerung/Projektmanagement" hat mit den "Untersuchungen zum Leistungsbild, zur Honorierung und zur Beauftragung von Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft" das Heft 9 vollständig überarbeitet. Es wurde in der AHO-Schriftenreihe als erweiterte sechste Auflage im Mai 2004 veröffentlicht.
Mit der Erstveröffentlichung 1996 wurde durch den DVP/AHO eine klare und allseits nachvollziehbare Basis für individuelle Leistungs- und Honorarvereinbarungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft geschaffen. Das entwickelte Leistungsbild Projektsteuerung begründet mit seinen klar strukturierten Grundleistungen und Besonderen Leistungen eine eindeutige Leistungs- und Honorarordnung Projektmanagement mit konkret definierten Leistungsergebnissen.
Veränderte und teilweise auch neue Anforderungen der Auftraggeber an das Bauprojektmanagement sind nach den Praxiserfahrungen der Auftragnehmer:

  • Ausrichtung der Projektsteuerung auf den Erfolg des Bauprojektmanagements
  • stärkere Übernahme von Projektleitungsaufgaben in Linienfunktion
  • Verknüpfung von Projektsteuerungs- mit Planungsleistungen der Leistungsphasen 6 bis 8 HOAI, auch mit Generalplanung
  • Implementierung und Anwendung von Projektinformations- und Wissensmanagementsystemen
  • Projektmanagement bei Einschaltung von Kumulativleistungsträgern (Generalplanern, Generalunternehmern etc.)
  • einfache, flexible und leistungsorientierte Honorarvereinbarungen.

Das aktuelle Heft gliedert sich in sechs Kapitel, die am Vormittag vorgestellt wurden.
Die Entwicklungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft waren für den DVP/AHO Anlass, neue Leistungsbilder und Honoraruntersuchungen in einem neuen Heft in acht Kapiteln zu veröffentlichen, von denen vier am Nachmittag vorgestellt wurden:

  • Implementierung und Anwendung von Projekt-Kommunikations- und Informations-Systemen (PKIS)
  • Projektentwicklung
  • Überprüfung von Projektrisiken bei (Bestands-)Objekten
  • Nutzerprojektmanagement
  • Einbindung des Bauvertragsmanagements in das Bauprojektmanagement
  • Unabhängiges Projektcontrolling für Dritte
  • Bauprojektmanagement aus internationaler Sicht
  • Schnittstellen zwischen Projektmanagement und Facility Management Consulting

 
Kapitel 1:
Einleitung - Regelungsnotwendigkeit
Kapitel 2:
Leistungs- und Honorarordnung Projektmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft
Kapitel 3:
Kommentar zu den Grundleistungen der Projektsteuerung
Dipl.-Ing. Peter Knäpper
Wibera Wirtschaftsberatung AG, Düsseldorf
Kapitel 4:
Kommentar zur Honorierung der Grundleistungen der Projektsteuerung
Dipl.-Ing. Werner Schneider
DU Diederichs AG & Co. KG, Berlin/Wuppertal
Kapitel 5:
Leitfaden zur Beauftragung von Leistungen des Projektmanagements
Kapitel 6: Leitfaden zur Vertragsgestaltung für das Projektmanagement
RA Dr. Klaus Eschenbruch
Kapellmann und Partner, Düsseldorf
Projektentwicklung
Univ.-Prof. Dr.-lng. Dipl.-Wirtsch.-Ing. C. J. Diederichs
Bergische Universität, Wuppertal
Nutzerprojektmanagement und Ausblick auf neue Leistungsbilder des AHO
Dr.-Ing. Norbert Preuß
ATP Achammer-Tritthart & Partner Planungs-GmbH, München/Innsbruck
Bauprojektmanagement aus internationaler Sicht
Dipl.-Ing. Britta Borg
DU Diederichs AG & Co. KG, Wuppertal
Unabhängiges Projektcontrolling für Dritte
Dr.-Ing. Rainer Schofer
SMV Bauprojektsteuerung Ingenieurges. mbH, Berlin

Oktober 2003

PPP-Arbeitshilfen zur Beratung öffentlicher Entscheidungsträger
Im Rahmen des DVP-Herbstseminars 2003 im Hotel "Elephant" in Weimar wurden von Mitgliedern des Gutachterkonsortiums der Bundesregierung für PPP-Maßnahmen sowie von weiteren Fachleuten Arbeitshilfen zur Beratung öffentlicher Entscheidungsträger vorgetragen, die eigene Erfahrungen auf diesem in Deutschland noch relativ jungen Gebiet einbringen konnten.
Public Private Partnership bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen Öffentlicher Hand und Privatwirtschaft bei der Realisierung komplexer Aufgaben der Stadt- und Infrastrukturentwicklung sowie auch einzelner öffentlicher Investitionsvorhaben im Rahmen vertraglicher Finanzierungs- und Organisationsmodelle.
Der seit 1995 zunehmende Bauinvestitionsstau bei Bund, Ländern und vor allem auch Kommunen nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Dies liegt an den sinkenden Einnahmen insbesondere bei der Gewerbe- und Körperschaftsteuer infolge gesunkener Unternehmensgewinne und der Möglichkeit des Verlustrück- und -vortrags. In Großbritannien z. B. sind PPP-Projekte mit ca. 450 realisierten Projekten seit Anfang der 90er Jahre längst gängige Praxis, während in Deutschland erst wenige Einzelprojekte vorzuweisen sind. Ein Ausweg aus dieser Bedrohung wurde durch die Referenten in PPP-Modellen gesehen. Die Seminarbeiträge erlaubten eine Beurteilung der individuellen Projektsituationen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gesamtsituation in der Kommune unter Beachtung der verfassungs-, kommunal-, haushalts-, verwaltungs-, steuer-, gesellschafts- und europarechtlichen Bestimmungen.
Auf Bundesebene soll ein Kompetenzzentrum für PPP-Maßnahmen im öffentlichen Hochbau eingerichtet werden. Zur Beratung der Gründung, des strukturellen Aufbaus und der Leistungsinhalte dieses Kompetenzzentrums wurde von der Bundesregierung ein Gutachterkonsortium unter der Leitung von PricewaterhouseCoopers Finance Beratung GmbH beauftragt. Dessen Gutachten ist im September 2003 unter  www.bmvbw.de veröffentlicht worden.
Der rote Faden des Seminars spannte sich von der grundlegenden Einführung und Darstellung des aktuellen Standes in Deutschland über die unterschiedlichen Aufgaben der öffentlichen und privaten Institutionen, die Vergabe- und Vertragsmodelle sowie den rechtlichen Rahmen, die Fördermittel und Förderwege, die Aufgaben von PPP-Projektmanagern mit Praxisbeispielen bis zu einem Leitfaden inkl. Wirtschaftlichkeitsnachweis:

Begrüßung, Vorsitz und fachliche Leitung
Univ.-Prof. Dr.-lng. Dipl.-Wirtsch.-Ing. C. J. Diederichs
1. Vorsitzender des DVP e.V., Berg. Universität, Wuppertal
Handelnde Personen, Institutionen und deren Aufgaben
Herbert Tragesser
KJBV GmbH, Dietzenbach, Kreis Offenbach
PPP - Entwicklung und aktueller Stand in Deutschland
Univ.-Prof. Dr.-lng. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Hans Wilhelm Alfen
Bauhaus-Universität, Weimar
Kommunal-, haushalts-, verwaltungs- und gesellschaftsrechtliche Fragen
Dr. Friedrich Ludwig Hausmann
Freshfields Bruckhaus Deringer, Berlin
Vergabe- und Vertragsmodelle im Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland
RAin Andrea Kullack , RAe Heiermann Franke Knipp,
Frankfurt/Main und David Cox, Masons, London
Steuerrechtliche Fragestellungen im Rahmen der Finanzierung und Förderung
RA Dr. Erik Ohde
PricewaterhouseCoopers, Hamburg
Erfahrungen aus der Vergabepraxis von PPP-Modellen in Deutschland und in Großbritannien
Dipl.-Fin.-Wirt. Hartmut Fischer
VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH, Berlin
Planen, Bauen und Finanzieren aus einer Hand am Beispiel der TU München, Garching
Dipl.-Ing. Armin Fäßlin
Hochtief Construction AG, Bereich Südost, München
Leitfaden für PPP-Projekte mit Praxisbeispielen aus dem Schulbau
Herr Dr.-Ing. von Erdely / Dipl.-Ing. Arch. Monica A. Storz
Prof. Weiss & Partner Projektsteuerungsges. mbH
Wirtschaftlichkeitsnachweis von PPP-Projekten
Dipl.-Vw. Torsten R. Böger
PricewaterhouseCoopers, Hamburg
Die Referenten betonten in ihren Vorträgen einhellig das Thema Partnership. Denn obwohl die vertraglichen Strukturen in den vorgetragenen Einzelbeispielen in vielen Punkten mit den gängigen Vertragskonstellationen übereinstimmten, so stand in allen Projekten der kooperative Umgang zwischen Öffentlicher Hand, Auftraggeber, Auftragnehmer, finanzierender Bank und Nutzer im Vordergrund.
Die Ergebnisse dürfen nicht nur für eine Wahlperiode Gültigkeit haben, sondern müssen im Interesse unserer Kinder und unserer Enkel weit darüber hinaus reichen. Nach Untersuchungen des National Audit Office (NAO) in Großbritannien haben die öffentlichen Auftraggeber in Großbritannien durch PPP-Projekte Effizienzgewinne von durchschnittlich 17 % einfahren können. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die durch PPP erbrachte Leistung nachhaltig in gleicher oder besserer Qualität angeboten und wegen der angemessenen Konditionen auch langfristig nachgefragt wird.
Zu den Finanzierungsmodellen zählen u. a. kommunal gesicherte Unternehmenskredite, Forfaitierung, Leasing, Mietkauf, Investoren- und Fondsmodelle sowie Contracting. Zu den Organisationsmodellen zählen u.a. Betreiber-, Kooperations-, Beteiligungs- und Konzessionsmodelle.
Die Seminarunterlagen wurden im DVP-Verlag veröffentlicht und können über unsere Geschäftsstelle zum Preis von € 45,00 zzgl. Versandkosten bezogen werden. (Bestellung)

Den Anmeldebogen finden Sie als pdf-Datei hinterlegt. Für Rückfragen steht Ihnen die Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

März 2003

 
Strategien des Projektmanagements Teil 8: Weiterentwicklung der Projektsteuerung zum Bauprojektmanagement
Auf der Frühjahrstagung am 28.03.2003 im Hilton Berlin war die "Weiterentwicklung der Bauprojektsteuerung zum Bauprojektmanagement" Thema.
Wie bereits auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Vorabend angeklungen war, wurde bestätigt, dass der Trend in der Projektsteuerung zu umfassenderen Projektmanagementleistungen geht. Geschäftsfelder wie Management von Nutzerleistungen oder Projektentwicklung wurden von internen und externen Referenten vorgestellt.
Unter dem Thema "Generalplanung – mit oder ohne Projektsteuerung?" sprach sich der Architekt Dipl.-Ing. Paul Böhm, Köln, positiv für die Projektsteuerung aus und widerlegte damit die Vorstellung, dass das Verhältnis zwischen Architekten und Projektsteuerern grundsätzlich belastet sein muss.
In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen erörterte RA Dr. Eschenbruch die Bedeutung der beabsichtigten Streichung des § 31 HOAI für Projektsteuerungsunternehmen. Es ist zu erwarten, dass die Streichung des § 31 Projektsteuerungsunternehmen nur in Randbereichen betreffen wird, da sich Projektmanagementleistungen bereits als selbstständiges Geschäftsfeld durchgesetzt haben. Die Vertragsanforderungen werden steigen, da dann nicht mehr auf die Honorarvorschriften der HOAI zurückgegriffen werden kann.
Weiteres Highlight der Veranstaltung war die Vergabe des DVP-Förderpreises in Zusammenarbeit mit der Immobilien Zeitung. Es wurden insgesamt 31 Arbeiten eingereicht. Die Jury bestimmte zwei erste und einen dritten Preisträger mit einem gesamten Preisgeld von 5.000,- €.
Die Seminarunterlagen können in der Geschäftsstelle zum Preis von 45,- € zzgl. Versandkosten bezogen werden.

  • Weiterentwicklung internationaler Bauprojektmanagement-Praxis, Univ.-Prof. Dr.-lng. C.J. Diederichs, Bergische Universität, Wuppertal
  • Projektmanagement beim Einsatz von Kumulativ-Leistungsträgern, Dr.-Ing. Norbert Preuß, Cronauer Beratung Planung (CBP), Beratende Ingenieure GmbH, München, Vorstand des DVP e.V., Wuppertal
  • Alternative Honorarmodelle für das Bauprojektmanagement, Dipl.-Ing. Werner Schneider, DU Diederichs AG & Co. KG, Wuppertal
  • Projektentwicklung, Risikoanalyse und Due Diligence, Dr. rer. pol. Stephan Bone-Winkel, BEOS Projektentwicklung GmbH, Berlin
  • Management von Nutzerleistungen, M.A. Dirk Trappe, Allianz, München
  • Generalplanung – ohne oder mit Projektsteuerung?, Dipl.-Ing. Paul Böhm, Architekturbüro Paul Böhm, Köln
  • Die Bedeutung der beabsichtigten Streichung des § 31 HOAI für Projektsteuerungsunternehmen, Dr. Klaus Eschenbruch, Kapellmann und Partner, Düsseldorf

Oktober 2002

 
"IT-Kooperationstools im Baumanagement – interne oder externe Lösungen?
Praxisbeispiele von Anwendern"

18.10.2002, Düsseldorf
In der Rheinterrasse Düsseldorf berichteten Projektsteuerer vor etwa 80 Teilnehmern über Erfahrungen mit Eigenentwicklungen und Fremdlösungen im Bereich IT-Kooperationstools. Es wurden die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten aufgezeigt. 
Das Seminar gab einen Überblick über die derzeitige Marktsituation. Fazit war, dass die Weichen für Eigen- oder Fremdentwicklung im Markt noch nicht gestellt sind. Z.Z. gibt es zahlreiche Systeme, jedoch noch keine einheitlichen Standards und Regelungen für IT-Kooperationstools.
Ein thematischer Exkurs bildete den Abschluss des Seminars mit der Vorstellung eines Kooperations- und Schlichtungsmodells zur Streitvermeidung bzw. –schlichtung bei der Abwicklung von Planer- und Bauwerkverträgen.

Im Einzelnen wurde über folgende Themen referiert:

  • Entwicklung von Softwaretools: Eigenentwicklung contra Kooperation, Dipl.-Ing. Stefan Eggers, Homola AYH, Frankfurt
  • Erfahrungen bei der Einführung und Nutzung von Kommunikationsplattformen im Hoch- und Tiefbau am Beispiel eines Distributions- und eines Tunnelprojektes, Mag. DI. Axel Blindow, Blindow & Partner Consulting GmbH, Innsbruck
  • Informationsmanagement am Beispiel des Hamburger Flughafens, Dipl.-Ing. Christian Kiermeier, CBP Cronauer Beratung Planung – Beratende Ingenieure GmbH, München
  • Veränderungen im Prozessmanagement auf der Basis internetbasierter Projektmanagementplattformen, Dr.-Ing. Uwe Forgber, conject AG, München; Dipl.-Ing. Gerhart Neuwirth, Obermeyer Planen + Beraten, München
  • Projektmanagementarbeitsraum Internet, Dipl.-Ing. Bernd Gewehr, Ingenieurbüro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH, Düsseldorf
  • Das Projektkommunikations- und -managementsystem (PKMS) bei der Planung des UEC in Frankfurt, Dipl.-Ing. Dr. techn. Michael Jelinek, Ingenieurbüro für Bauwesen Prof. Burkhardt, München
  • Kooperations- und Schlichtungsmodell, Dipl.-Ing. Franz-Josef Schlapka, IGS Ingenieurgesellschaft Schlapka AG, München

April 2002

 
Strategien des Projektmanagements Teil 7 - Paradigmenwechsel im Baumanagement
Das seit 1985 in jährlich ununterbrochener Folge durchgeführte Frühjahrsseminar des DVP, diesmal mit dem Titel "Paradigmenwechsel im Baumanagement", war mit über 110 Teilnehmern wiederum ein voller Erfolg.
Ausgehend von einem Renner, dem "Grünen Buch", Nr. 9 der Schriftenreihe des AHO "Untersuchungen zum Leistungsbild des § 31 HOAI und zur Honorierung für die Projektsteuerung", seit 1996 am Markt und im März 2002 erneut aufgelegt, ging es dem Veranstalter darum, Quintessenz zu ziehen aus den Anforderungen der institutionellen, gewerblichen und öffentlichen Auftraggeber an das Baumanagement und den Projekt-erfahrungen von DVP-Mitgliedern.
Mit dem Heft Nr. 9 wurde seinerzeit eine eindeutige und nachvollziehbare Basis für das Angebot des Produktes Projektsteuerung geschaffen. Die Nachfrage hat sich daran maßgeblich orientiert und tut dies, insbesondere im öffentlichen Bereich, auch heute noch. Institutionelle und gewerbliche Bauherren fordern jedoch zunehmend Modifizierungen.
Maßgebliche Paradigmen der Projektsteuerung nach DVP/AHO sind bisher:

  • Neutrale und unabhängige Wahrnehmung von Auftraggeberaufgaben in beratender Stabsfunktion
  • Wahrnehmung der Projektleitung für den Auftraggeber mit Entscheidungsbefugnis in Linienfunktion als zusätzliche Leistung zur Projektsteuerung oder auch als ausschließliche Leistung durch Übertragung entsprechender schriftlicher Handlungsvollmachten
  • Keine Überschneidung von Grundleistungen der Projektsteuerung mit Grundleistungen anderer Leistungsbilder nach HOAI
  • Honorarermittlung für die Projektsteuerung nach den auch gemäß HOAI vorgeschriebenen Honorarparametern.

Die davon abweichenden Forderungen der Auftraggeber für Baumanagementleistungen lassen sich in der Tendenz wie folgt zusammenfassen:

  • Stärkere Übernahme von Projektleitungsaufgaben mit Entscheidungsbefugnis in Linienfunktion
  • Verknüpfung der Projektsteuerungs- mit Planungsleistungen der Leistungsphasen 6 bis 8 HOAI (Ausschreibung, Vergabe und Objektüberwachung)
  • Übertragung von Generalplanungs- und Projektsteuerungsleistungen (als ARGE oder als GP mit Sub-Planern)
  • Entkoppelung des Honorars von anrechenbaren Kosten
  • Treffen von Vereinbarungen über die Haftung und Verantwortung des Projektsteuerers mit Kennziffern zur Messung des Erfolgs der Projektsteuerung, orientiert am Kundennutzen, und mit Anreizen zur Projektzielerreichung
  • Zunehmende Einschaltung von Kumulativleistungsträgern (GP/GU/GÜ/TU/TÜ, jeweils mit eigener Projektsteuerung) und ein sich daraus ergebender zunehmender Bedarf an Projektcontrollern auf Auftraggeberseite und an Projektsteuerern für diese Kumulativleistungsträger
  • Übernahme von Construction Management "at risk"
  • Vereinbarung von Guaranteed Maximum Price (GMP)-Verträgen
  • Ergänzung des Leistungsbildes um integrierte netzbasierte Projektinformationssysteme durch Einsatz von Groupwaretechnologien.

Daraus ergeben sich für die Anbieter von Baumanagementleistungen erhebliche Anforderungen an die Unternehmensstruktur und die Eigentümerverhältnisse, die Finanzierungskraft und Fähigkeit zur Haftungs- und Garantieübernahme, die horizontale und vertikale Geschäftsfeldentwicklung, die Qualifikation des Personals und das Akquisitionsniveau.
Der gravierende nachfrageinduzierte Paradigmenwechsel im Baumanagement verlangt von den Führungskräften der Anbieter solcher Leistungen, sich rechtzeitig organisatorisch, personell, technologisch-innovativ und finanziell darauf einzustellen.
Nach der Einführung in die Thematik wurde von Dipl.-Ing. Peter Knäpper, Partner von PwC PricewaterhouseCoopers, Düsseldorf, die Frage beantwortet, was der Markt von den Baumanagern erwartet.
Rechtsanwalt Dr. Klaus Eschenbruch, Partner der Anwaltssozietät Kapellmann und Partner aus Düsseldorf, berichtete über seine Erfahrungen mit neuen Leistungs-, Vergütungs- und Vertragsmodellen für das Baumanagement.
Dipl.-Ing. Karl-Heinz Wlazik, Geschäftsführer der EGIB Immobilien GmbH und der EGIB Baumanagement GmbH in Essen, berichtete über das ganzheitliche Immobilienmanagement am Beispiel der Philharmonie/des Saalbaus in Essen im Rahmen eines Fonds-Leasinggeschäftes.
Dr.-Ing. Norbert Preuß, Mitglied der Geschäftsleitung von Cronauer Beratung Planung aus München, erläuterte auf der Basis sehr ausführlicher Seminarunterlagen die Aufgaben bei der interdisziplinären Projektentwicklung am Beispiel des Europaviertels in Frankfurt.
Das Seminar wurde abgeschlossen durch die Vorstellung des Integrated Project Design & Management (IPDM) (AMS 2000 Austria Microsystems), vorgetragen von Dipl.-Ing. Heinz Gräber, CEO der Siemens Industrial Building Consultants GmbH (SIBC), und Dipl.-Ing. Hermann Kolk, Projektleiter von SIBC, München.
Zusammenfassend sind die Inhalte dieses Seminars als richtungsweisend und strategisch bedeutsam für alle zukunftsorientierten Baumanagementunternehmen anzusehen.
 

November 2001

 
Strategien des Projektmanagements – Teil 6: Künftige Anforderungen an das Baumanagement aus der Sicht von DVP-Mitgliedern 
 
23. November 2001, Wuppertal 
 
Mit großem Erfolg hat der DVP die Seminarveranstaltung am 23.11.2001 mit dem Thema:
Strategien des Projektmanagements - Teil 6: Künftige Anforderungen an das Baumanagement aus der Sicht von DVP-Mitgliedern in der Historischen Stadthalle Wuppertal abgehalten. In Fortsetzung der DVP-Seminarreihe "Strategien des Projektmanagements" wurden mit dem Teil 6 einerseits die Auftraggeberseite auf das zukunftsorientierte Leistungspotential der DVP-Mitglieder aufmerksam gemacht und andererseits den Mitgliedern die sich ändernden Leistungsanforderungen verdeutlicht.
Es referierten ausgewählte DVP-Mitglieder, die aus eigenen Projekterfahrungen Schlussfolgerungen für die zukünftigen Anforderungen an das Baumanagement zogen. Die Referenten waren:

  • Knipp: Tendenzen aus aktuellen Projektsteuerungsverträgen
  • Talkenberger: Abweichungen vom AHO/DVP - Leistungsbild bei der Projektsteuerung im Verkehrsbau, Hafenbau und bei der Vorbereitung von Industriesiedlungen
  • Schneider: EDV-basierte Projektkoordination und -kooperation am Beispiel eines Modernisierungsprojektes des Landes Hessen
  • Weidlich: Zum Rollenverständnis der Projektsteuerung am Beispiel des Handlungsbereiches Kosten und Finanzierung
  • Wilckens: Construction Management mit Guaranteed Maximum Price (GMP)
  • Tautschnig: Neue Kooperationsformen eines laufenden Projektes der Halbleiterindustrie
  • Bienheim, Migge: Ablaufoptimierung eines laufenden Projektes der Halbleiterindustrie
  • Bayer: JASMIN zur Steuerung von Investitions- und Nutzungskosten

März 2001

 
Strategien des Projektmanagements. Teil 5: Ausgewählte Auftraggeber und deren Anforderungen an das Baumanagement in sich verändernden Märkten
30. März 2001, Berlin
Im Rahmen dieses Seminares referierten ausgewählte Auftraggeber über ihre Anforderungen an das Bauprojektmanagement, stellten diese Anforderungen den in § 204 Abs. 2 AHO-Entwurf aufgeführten Grundleistungen der Projektsteuerung sowie dem Honorar nach den §§ 202 ff gegenüber und verdeutlichten und erläuterten Abweichungen. Den Anbietern von Projektmanagementleistungen wurde hierdurch eine wichtige Orientierungshilfe für die künftige Ausrichtung und die Behauptung im Wettbewerb gegeben.

  • Alda: Projektmanagementanforderungen Offener Immobilienfonds
  • Norweg: Anforderungen an das Projektmanagement von Immobilienunternehmen der Banken
  • Schulz: Projektmanagementanforderungen der Hypo-Vereinsbank
  • Isser: Anforderungen an das Projektmanagement bei Allianz/Partnering-Projekten
  • Migge: Projektmanagement beim Bau einer Chipfabrik
  • Hecklau: Projektmanagement beim Olympia-Stadion-Umbau Berlin
  • Wilmsen: Projektmanagement bei der Erweiterung des Flughafens Hamburg
  • Höcker: Technisches Projektmanagement bei der Entwicklung von Bahnflächen

Die Unterlagen zu diesem Seminar können beim DVP unter der Bestellnummer 71-6 zum Preis von 31,00 EUR bestellt werden.

Oktober 2000

 

Strategien des Projektmanagements. Teil 4: Wissensmanagement im Baumanagement
27. Oktober 2000, Frankfurt a.M.
In diesem Seminar ist die Bedeutung der Integration des Wissensmanagements im Baumanagement herausgestellt worden. Nach der Einführung von Managementsystemen für Qualität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz ist diese erforderlich, um die Förderung der Unternehmensziele, die regelmäßige Kontrolle der Zielerreichung und die Realisierung von Verbesserungsmaßnahmen zu gewährleisten.

  • Diederichs: Durch Wissensmanagement zum Total Quality Management (TQM)
  • Hensler: Wissensmanagement bei Drees & Sommer
  • Tautschnik: EDV-Unterstütztes Wissensmanagement bei einem Gesamtplaner
  • Lechner: Unternehmensinternes und -externes Wissensmanagement im Projektmanagement
  • Neuwirth: Einbindung des Wissensmanagements in das QM-System für Projektsteuerer
  • Wilckens: Wissensmanagement bei Bovis Lend Lease
  • Spandl: Wissensmanagement im Spannungsfeld zwischen EDV-Abteilung, Vorstand und Mitarbeitern
  • Klimpel: Das Groupware Competence Center Bau am Lehrstuhl für Bauwirtschaft der Bergischen Universität Wuppertal

Die Unterlagen zu diesem Seminar können beim DVP unter der Bestellnummer 67-8  bestellt werden.

 

März 2000

 
Strategien des Projektmanagements Teil 3: Herausforderungen für das Bauprojektmanagement
31. März 2000, Berlin
Bei diesem Seminar wurden den Teilnehmern die sich durch ändernde Marktstrukturen abzeichnenden Herausforderungen für das Bauprojektmanagement mit Merkmalen wie GMP, Construction Management, Einbindung internationaler Projektgruppen mittels Informations- und Kommunikationstechnologien etc. bewusst gemacht.

  • Greiner: Bauprojektmanagement in Europa am Beispiel des Mixed-Use-Projektes "Namesti Republiky" in Prag
  • Wilckens: Construction Management GMP am Beispiel des Büro-/ Geschäftshauses Promenadenplatz 1 in München
  • Schlapka: Die Rolle des Projektsteuerers bei GMP-Verträgen
  • Bothe: Versicherung von Kosten und Terminen im Rahmen von GMP-Verträgen
  • Müller: Bauprojektmanagement beim Totalunternehmervertrag am Beispiel des Verwaltungsgebäudes Pricewaterhouse Coopers in Düsseldorf
  • Löchter: Erwartungen von Generalunternehmern und Generalplanern an Projektsteuerer

Die Unterlagen zu diesem Seminar können beim DVP unter der Bestellnummer 62-7 bestellt werden.

Oktober 99

 
Bausteine der Projektsteuerung Teil 6: Beispiele 1 zu den Grundleistungen
22. Oktober 1999, Bonn
Ergänzend zur Trilogie der Leistungsbeschreibung und des Kommentars zu den Grundleistungen der Projektsteuerung, veröffentlicht in Nr. 9 der Schriftenreihe des AHO, Nachdruck 1998, wurden bei diesem Seminar durch Referenten aus dem Kreise der DVP-Mitglieder Beispiele aus deren Berufspraxis dargestellt, jeweils mit Problem, Ziel, Vorgehensweise und Ergebnis.

  • Mittmann: Wahrnehmung von Projektleitung und Projektsteuerung - Leistungen, Kompetenzen, Honorare, Haftung
  • Greiner: Laufende Information und Abstimmung mit dem Auftraggeber - projektübergreifendes Informationsmanagement - Data Warehouse
  • Bötzel: Überprüfen der Planungsergebnisse auf Konformität mit den vorgegebenen Projektzielen
  • Pellar: Mitwirken beim Vertreten der Planungskonzeption und Mitwirken bei Genehmigungsverfahren
  • Rössner: Überprüfen der Kostenschätzungen und -berechnungen der Objekt- und Fachplaner sowie Veranlassen erforderlicher Anpassungsmaßnahmen
  • Hepermann: Ebenen der Terminplanung, -kontrolle und -steuerung, insbesondere bei Einsatz von Generalplanern und Generalunternehmern

Die Unterlagen zu diesem Seminar können beim DVP-Verlag unter der Bestellnummer 59-7 bestellt werden.

Oktober 98

 
Projektmanagement in Praxisbeispielen - Leistungsbilder, Honorierung, Vertragsgestaltung, Schnittstellen, Kundenzufriedenheit, aus der Sicht der Auftraggeber
16.10.1998, Königswinter
Hauptthema des Seminars war der Mustervertrag Projektsteuerung. Behandelt wurden die Gestaltung von Projektsteuerungsverträgen mit Leistungsbildern und Honorierung, die Schnittstellen zum Auftraggeber, zu Planern und Firmen und die Kundenzufriedenheit aus Sicht der Auftraggeber.

  • Michel: Projektmanagement von Fabrikneu- und -umbauten
  • da Cunha: Praxiserfahrung mit Projektsteuerungsverträgen bei der Planungsges. Bahnbau Deutsche Einheit (PB DE)
  • Hansen: Projektmanagement der Berliner Regierungsbauten
  • DVP-Vorstand: Projektmanagement aus der Sicht des DVP-Vorstandes
  • Unger: Projektmanagement bei Immobilienfonds

Die Unterlagen zu diesem Seminar können beim DVP-Verlag bestellt werden.

März 98

 
Strategien des Projektmanagements Teil 1: Verkehrsprojekte
20.03.1998, Berlin
Dieses Seminar beinhaltete das Projektmanagement von Verkehrsprojekten, da in diesem Bereich besonders signifikante Referenzobjekte vorhanden waren und sind, an denen Entwicklungstendenzen und Zukunftsvisionen gezeigt werden konnten.

  • Volkmann: Revitalisierung von 26 Bahnhöfen als Paket-Verträge und Projektorganisation
  • Atzpodien: Transrapid Berlin-Hamburg; Finanzierungs-, Management- und Betreiberkonzeption
  • Schweickert: Projektmanagement von privat finanzierten Infrastrukturinvestitionen am Beispiel des internationalen Flughafens Athen
  • Ohl: Erfahrungen mit der Umsetzung von Straßen-BOT-Modellen im In- und Ausland
  • Schemmink: Die Travequerung bei Lübeck - Finanzierungs-, Management- und Betriebskonzeption

Die Unterlagen zu diesem Seminar sind über den DVP-Verlag erhältlich.