Standardisierte Immobiliendokumentation

Der Arbeitskreis wurde 2012 abgeschlossen.
 
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Der DVP hat im Dezember 2006, aus den Projekterfahrungen seiner Mitglieder und der Nachfrage von Eigentümern initiiert, einen Arbeitskreis “Standardisierte Immobiliendokumentation“ gegründet, in dem auch GEFMA und gif mitwirken, um eine möglichst breite Basis aller mit Immobilien Befassten zu haben. Ziel dieses Arbeitskreises ist es, ein Ordnungssystem einer standardisierten Immobiliendokumentation zu entwickeln und herauszugeben, die dem Eigentümer, Investor, Nutzer oder Betreiber von Immobilienobjekten eine Grundlage für eine systematische Verwaltung und Fortschreibung seiner Immobiliendokumentation bereitstellen und den Anspruch auf eine vollständige Dokumentation sichern helfen soll.
 
Die Immobiliendokumentation soll hoch integriert sein und alle heterogenen Dokumententypen, wie Zeichnungen, Berechnungen, Berichte, Protokolle etc., umfassen. Sie soll sowohl die zugriffsgerechte Objektdokumentation als auch die operationalen Daten des Gebäudebetriebs für das Facility Management bereitstellen. Sie soll belastbar sein und im Hinblick auf Beweisdokumente auch gerichtsfeste Dokumentationen sicher stellen.
 
Die Immobiliendokumentation soll vollständig digitalisiert erstellt werden können und autorisierte Zugriffe über Internet ermöglichen. Sie ist hinsichtlich möglicher Datenbank- und anderer Softwaregestaltungen, als auch hinsichtlich Anwenderinteressengruppen vollständig unabhängig im Sinne einer Norm oder Verbandsrichtlinien zu gestalten. Sie muss für eine Fortschreibung entsprechend flexibel strukturiert werden, einschließlich der Protokollierung und Dokumentation von Änderungseingriffen.
 
Die Immobiliendokumentation muss sowohl auf Neubauprojekte als auch auf Projekte der Modernisierung von Bestandsobjekten als auch für die reine nachträgliche Dokumentation unveränderter Bestandsobjekte gleichermaßen anwendbar sein.
 
Aus der Immobiliendokumentations-Datenbank werden die, das Objekt abbildenden Dokumente in die FM-Management-Systeme übernommen, die dort für die Nutzung und Betreibung des Objektes benötigt werden. Daneben entstehen dort neue Bewegungsdaten (z. B. Verbrauchsmengen, Betriebskosten), die in gleicher Ordnungsstruktur den prognostisch ermittelten und berechneten Plandaten gegenübergestellt werden. Somit ist das zu schaffende Ordnungssystem einer Immobiliendokumentation letztlich ein Bereitstellungsinstrument, auf das die Akteure rund um die Immobilie mit völlig unterschiedlichen Arbeitsaufgaben und Intensionen zugreifen und das sicher finden müssen, was existiert und darüber hinaus erfahren, was existieren sollte.
 
Prof. Dr.-Ing. Willfred Vedder